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Mission Mars One

Kärntner "Marsmensch" muss zum Weltraumtest

Günther Golob könnte 2026 zum Mars fliegen, um den Roten Planeten mit 23 anderen Menschen zu besiedeln. Jetzt stellt sich der gebürtige Lavanttaler der nächsten Auswahlrunde für die Marsmission.

Günther Golob hat sich in den vergangenen Monaten intensiv vorbereitet. Auch seinen Job hat er aufgegeben
Günther Golob hat sich in den vergangenen Monaten intensiv vorbereitet. Auch seinen Job hat er aufgegeben © Privat
 

In Gedanken ist Günther Golob schon auf dem Roten Planeten: „Die vergangenen Monate habe ich mich intensiv vorbereitet. Ich bin auch zum Minimalisten geworden: Habe mein Auto, mein Motorrad verkauft, Versicherungen gekündigt“, sagt der gebürtige Lavanttaler. Der 40-Jährige ist einer der letzten verbliebenen Kandidaten des Projekts „Mars One“: Ab dem Jahr 2026 sollen 24 Menschen zum Mars fliegen und den Planeten besiedeln. Der Haken: Ein Rückflugticket gibt es nicht.

Ich will zum Mars. Auch meine Familie steht voll hinter mir. 

Günther Golob
Dennoch hatten sich über 200.000 Menschen aus 140 Ländern beworben. 100 sind noch dabei; Golob ist der einzige Österreicher. Bald müssen sie sich in der nächsten Auswahlrunde beweisen, kündigte die niederländische Stiftung „Mars One“ diese Woche an. „Ich bin schon sehr neugierig auf die anderen“, sagt Golob. Denn die Kandidaten werden sich bei dieser Runde das erste Mal treffen.

Nicht nur das: Sie werden in Teams aufgeteilt und müssen Aufgaben lösen, wie sie auch NASA-Astronauten gestellt werden: „Es soll wohl vor allem festgestellt werden, wie teamfähig wir sind“, sagt Golob. Wie die Kandidaten auf die Bedingungen eines langen Weltraumflugs reagieren würden, dürfte auch geprüft werden. Die Mars-Stiftung hält sich zu der fünftägigen Testreihe noch bedeckt: Ort und Datum werden nicht genannt. Nur so viel: Jeden Tag sollen zehn bis zwanzig Kandidaten ausscheiden. 40 mögliche Mars-Siedler werden am Ende übrig bleiben: „Ich glaube, dass ich das schaffen kann“, sagt Golob.

Wissenschafter zweifeln

Der dreifache Vater hat seinen Job als Magazinherausgeber inzwischen aufgegeben und lebt von Sponsorengeldern. Er will sich voll auf den Marsflug konzentrieren. Ob er letztlich auf dem Roten Planeten landen wird, steht in den Sternen. Von Anfang an haben zahlreiche Wissenschafter an dem Projekt „Mars One“ gezweifelt: Die Technik sei noch nicht so weit, die Kosten viel zu hoch. Golob glaubt aber an seine Weltraumreise: „Ich bin nach wie vor ein großer Optimist.“

THOMAS MACHER

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