Vor zwei Generationen war der Wiedehopf noch ein vertrauter Anblick, seine aufstellbare Federhaube machte ihn unverwechselbar. Mit dem Verlust der Weidewirtschaft ging auch der Bestand dieses schönen Vogels massiv zurück, da sich Felder und Weiden ohne Büsche und Bäume nicht als Bruthabitat eignen. Das Entfernen alter Obstbäume – der Wiedehopf ist ein Höhlenbrüter – verstärkte den Mangel an Nistgelegenheiten. Zudem benötigt der Vogel insektenreiche Flächen, um ausreichend Futter für seine Jungen zu finden.
Anlässlich des Internationalen Tages der Artenvielfalt, der am Freitag begangen wird, freut sich der Österreichische Naturschutzbund darüber, dass der Wiedehopf nun im Lavanttal wieder verstärkt anzutreffen ist. „Wir haben den Bestand seit 2009 erhoben und können sagen, dass es im Tal zwischen fünf und zehn Brutpaare gibt“, sagt der Vogelkundler Andreas Kleewein, der dieses Projekt für den Naturschutzbund in Kärnten betreut.