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Die Thermen strudelt es gewaltig

Viele Wellness-Oasen in der Steiermark befinden sich in "Seenot". In St. Andrä will man trotzdem an der Thermen-Idee festhalten.

 
In Sachen Thermen steht unseren steirischen Nachbarn das Wasser sprichwörtlich bis zum Hals: Die Therme Köflach kann den Betrieb nur mit öffentlichen Förderungen aufrechterhalten. Immer wieder musste Geld nachgeschossen werden. Nur einige Kilometer weiter wird mit Hochdruck am Bau der Therme Fohnsdorf gearbeitet. Die Turbulenzen beginnen dort bereits vor Betriebs-Aufnahme. Die Gemeinde musste einen neuerlichen Kredit von einer Million Euro aufnehmen.

Nicht das Letzte. Und dieses Darlehen wird nicht das letzte gewesen sein, befürchtet die ÖVP. Bürgermeister Johann Straner (SPÖ), er ist zugleich Thermengeschäftsführer, wird scharf kritisiert. "Wir verlangen für den Fall einer Insolvenz der Therme eine 100-prozentige Absicherung der Gemeinde", forderten die ÖVP-Mandatare. Dieser Antrag ging im Gemeinderat allerdings nicht durch. Insgesamt steckt die Gemeinde mit Eigenmitteln und Haftungen von mehr als 22 Millionen Euro im Thermen-Projekt.

Negative Schlagzeilen. Obwohl es in der Steiermark derzeit fast ausschließlich negative Thermen-Schlagzeilen gibt, will die Gemeinde St. Andrä an ihrem Thermenplan festhalten. Der Standpunkt von Bürgermeister Peter Stauber (SPÖ): "Neben der Suche nach Thermalwasser könnte auch abgeklärt werden, wie es mit dem Trinkwasser in einer Tiefe von 200 bis 300 Metern aussieht."

"Hirngespinst". Eine Therme mit Hotel nennt Wolfsbergs Bürgermeister Gerhard Seifried (SPÖ), Geschäftsführer des Regionalmanagements Lavanttal, ein "Hirngespinst". Heftige Kritik gibt es auch von der Volkspartei. Wie berichtet, fordert die ÖVP, dass man die Thermen-Pläne fallen lässt und sich dafür auf den Bau eines Hallenbades konzentriert.