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Nach Benger-RücktrittMartin Gruber wird neuer Parteichef der Kärntner ÖVP

Der Bauernbund konnte Martin Gruber als neuen Parteichef durchsetzen. Ulrich Zafoschnig soll Landesrat werden.

Martin Gruber folgt auf Christian Benger. Elisabeth Köstinger bleibt in Wien
Martin Gruber folgt auf Christian Benger. Elisabeth Köstinger bleibt in Wien © KLZ/Markus Traussnig
 

Nach dem überraschenden Rückritt von Christian Benger als ÖVP-Chef liegen die Nerven in der Kärntner Volkspartei blank.  Mittwochabend tagten Parteipräsidium und Landesparteivorstand. Dabei ging es nicht nur um den Chefsessel in der Partei, sondern auch um zwei Landesräte in einer Regierung mit der SPÖ. Deren Chef Peter Kaiser hat freilich den Koalitionspakt nach dem Benger-Rückzug in Frage gestellt.

Stundenlang wurde über die Nachfolge in der ÖVP gefeilscht. Letztlich fiel die Wahl auf Martin Gruber. Der wurde 2009 mit nur 25 Jahren jüngster Bürgermeister (Kappel am Krappfeld) Kärntens und war einst persönlicher Referent von Ex-Landesrat Josef Martinz. Gruber gilt im Bauernbund seit Jahren als künftiger starker Mann in der Partei. Am Abend wurde bekannt, dass Gruber in der Vorstandssitzung mit nur einer Gegenstimme gewählt wurde. Endgültig gekürt wird er dann bei einem Landesparteitag.

Als zweiten Landesrat will die ÖVP offenbar einen Quereinsteiger präsentieren: Ulrich Zafoschnig, Vorstand der Kärntner Beteiligungsverwaltung und Präsident der Sportunion. Darüber wurde im Parteivorstand aber noch bis in die späten Nachtstunden diskutiert.

Stundenlang tagte das Parteipräsidum der ÖVP
Stundenlang tagte das Parteipräsidum der ÖVP Foto © Gert Eggenberger
Die Kärntner SPÖ hat am Mittwochabend eine Reihe von Bedingungen an die ÖVP gestellt, bei deren Erfüllung es eine rot-schwarze Koalition geben kann. So verlangt die SPÖ, das eigentlich laut der neuen Landesverfassung vorgesehene Einstimmigkeitsprinzip in der Regierung müsse ausgesetzt werden. Donnerstag Früh gibt Kaiser eine Pressekonferenz.

Koalition wackelt: Kaisers Reaktion auf Benger-Rücktritt

Ein anderer Name, der immer wieder fiel, ist Sebastian Schuschnig. Der Ex-Chef der Jungen ÖVP hat einen hevorragenden Draht zu Bundesparteichef Sebastian Kurz. Schon kurz nach der Wahl hatte die Kleine Zeitung über ein mögliches Comeback Schuschnigs, der vor der Landtagswahl von der Liste flog, berichtet. „Wenn man der Meinung ist, mich zu brauchen, werde ich mir das anhören“, sagte Schuschnig damals. Jedenfalls habe er „immer noch ein exzellentes Einverständnis mit dem Bundesparteiobmann“. Klar sei, dass die Wahl in Kärnten „nicht so ausgegangen ist, wie erwartet“. Heute sagt er: "Es ehrt mich, dass mein Name genannt wird." Für Schuschnig gab es nicht genügend Unterstützung im Parteipräsidium.

Wer kam im Vorfeld sonst noch in Frage? Der Finkensteiner Bürgermeister Christian Poglitsch schloss nicht aus, Landesparteiobmann zu werden. Der Villacher Nationalratsabgeordnete Peter Weidinger hielt sich bedeckt. Der bisherige Klubobmann Ferdinand Hueter hatte offenbar schon fix damit gerechnet, Landesrat zu werden. Markus Malle wird als Klubobmann gehandelt. Ministerin Elisabeth Köstinger will lieber in Wien bleiben. In der ÖVP wird aber auch daran gebastelt, einen Quereinsteiger in die Regierung zu schicken.

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Zeitgenosse
3
12
Lesenswert?

Die Rechnung wird nicht aufgehen!


Typisch die türkise

ÖVP ,wie Mitterlehner haben sie auch jetzt Benger gestürzt um den Platz für einen jungen freizuräumen .
K & K Köstinger und Kurz kalkulieren mit diesen Bundestrend für Kärnten, aber Frau Köstinger konnte nicht einmal in ihrer Heimatgemeinde die Menschen von sich überzeugen.
Herr Benger hat leichte Zugewinne gehabt , aber der Herr Gruber hat noch überhaupt keine Stimme für das Amt eines Landeshauptmannstellvertreter bekommen.
Denke Dr. Kaiser wird sich neu entscheiden , es wahr einfach nicht ehrlich Verhandlungen zu führen um dann die Verhandler abzusetzen.
Wird der ÖVP eher schaden, als nützen

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