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Kärnten2800 Asylwerber weniger im Land als vor zwei Jahren

Landeshauptmann Peter Kaiser zieht politische Jahresbilanz. Bekenntnis zur Aktion 20.000 für Langzeitarbeitslose über 50.

© APA
 

Mit heutigem Tag befanden sich 3.200 Asylwerber in Kärnten in der Grundversorgung. Wie Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) bei der Präsentation seiner Jahresbilanz berichtete, sind das um 15 Prozent weniger als zu Jahresbeginn und um 2800 weniger als vor zwei Jahren. Die sinkende Zahl hat zur Folge, dass zahlreiche Flüchtlingsunterkünfte leerstehen. Deren Betreiber klagen über mangelnde Einkünfte, weil das Land nur für belegte Betten bezahlt.. So wuss te Kaiser zu berichten, dass die meisten Interventionen in seinem Büro von Unterkunftsgebern kommen, die über Leerstände klagen. Insgesamt sinkt die Zahl der Flüchtlingsquartiere.

Waren es 2016 noch 165 sind es jetzt nur mehr 153.
Kaiser verweist auf das von der Landesregierung beschlossene Integrationsleitbild, auf das sich die Regierungskoalition geeinigt hat. Es verfolgt das Ziel, Integration und ein gedeihliches Zusammenleben als politisches Handlungsfeld wahrnehmen und gestalten zu wollen.

Kritik übte Kaiser an der neuen Bundesregierung, die die Aktion 20.000 stoppen will. In Kärnten hätten im Rahmen dieser Aktion bereits 120 Langzeitarbeitslose über 50 eine Beschäftigung gefunden. Unter den Betroffenen herrscht nun große Verunsicherung. Kaiser appellierte daher an die Regierung in Wien, auch weiterhin an der Aktion festzuhalten. 

Opposition: "Chancen ungenützt"

Der Kärntner FPÖ-Obmann Gernot Darmann erkärte in einer Reaktion, dass die „rot-schwarz-grüne Koalition leider auch 2017 wieder viele Chancen für Kärnten nicht genützt“ habe. Darmann nennt „die vergebene Jahrhundertchance des Nassfeld-Ausbaus von italienischer Seite, den Stillstand beim Ausbau des Breitband-Internets in Kärnten, die noch immer fehlende Stromsicherheit für Infineon in Villach, das Chaos im Pflegebereich“. Bei der Heta-Lösung sieht er ein „Totalversagen von Finanzreferentin Schaunig“.

„Es gibt zahlreiche Parameter, die Kärnten alles andere als auf der Überholspur zeigen“, sagt Gerhard Köfer (Team Kärnten). „Was LH Kaiser beispielsweise gerne verschweigt, ist die Pro-Kopf-Verschuldung: Diese ist österreichweit gesehen mit 7.434 Euro in Kärnten am höchsten und es fehlen Gegenmaßnahmen, wie ein Schuldenstopp und eine Ausgabenbremse“, so Köfer in einer Aussendung. Ebenfalls dramatisch falle die Armutssituation aus: „Aktuelle Zahlen und Fakten der Caritas belegen, dass die Armen in Kärnten immer ärmer werden und mittlerweile beinahe knapp 80.000 Kärntnerinnen und Kärntner in Not leben. Von einem geringeren Armutsrisiko zu sprechen halte ich als sehr kühn.“

Kommentare (1)

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archiv
1
4
Lesenswert?

???

Frage an Herrn Landesrat Köfer -

- Was genau haben Sie und ihr hochbezahltes „Team Kärnten“ gegen die „steigende Armut“ in Kärnten in den letzten 4 Jahren unternommen?

Antworten