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LandespolitikWer spendet die Firmung: Pfarrer oder Bischof?

In der Corona-Krise wurden die offziellen Firmtermine abgesagt. Sie sollen durch kleine Feiern in der Pfarre ersetzt werden.

 
Nach Taufe und Erstkommunion ist die Firmung der dritte Schritt, mit dem ein junger Katholik in die christliche Glaubensgemeinschaft hineingeführt wird. Normalerweise spendet der Bischof oder ein Mitglied des Domkapitels die Firmung an ausgewählten Orten. Firmlinge, Paten und Familie können sich den Ort und den Spender der Firmung aussuchen. Doch heuer ist alles ganz anders.
 
Am 21.5. hat der Generalvikar alle Pfarren darüber informiert, dass alle geplanten Firmtermine abgesagt sind. An deren Stelle soll das Fest der  Firmung in der Heimatpfarre abgehalten werden, sozusagen im "kleinen Kreis". Firmspender ist der örtliche Pfarrer. Die Firmlinge werden persönlich über den neuen Firmtermin informiert. Zeit dafür ist bis zum Ende des Kirchenjahres, also bis zu Beginn des Advents.
 
Wie die Firmfeiern im nächsten Jahr gestaltet werden, steht noch nicht fest, sagt Ordinariatskanzler Jakob Ibounig. Er ist der Leiter des Referates für Kirchenrecht in der Diözese. Manche Pfarrer wünschen sich nämlich, dass die Spende des Firmsakramentes auch in Zukunft in der eigenen Pfarre gefeiert wird, in "familiärem Rahmen" also.
 
Jakob Ibounig spricht sich jedoch für die Beibehaltung der bisherigen Tradition aus. Die Firmung habe bisher den Gläubigen die Gelegenheit geboten, mit dem Bischof oder hohen Kirchenvertretern in persönlichen Kontakt zu treten. Außerdem stelle der Besuch eines hohen Kirchenvertreters einen Höhepunkt im Pfarrleben der jeweiligen Gemeinde dar. Deshalb müsse die heurige Regelung eine Ausnahme bleiben.
 
 
 
 
 
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