LandespolitikGrüne: "Das machen nur wir"

Wahlkampfauftakt der Kärntner Landesgruppe beim Neujahrsempfang. Klima- und Mobilitätskompetenz hervorgehoben.

Die beiden Spitzenkandidaten der Grünen, Magdalena Vorauer und Rolf Holub © 
 

Im Vorjahr sind die Grünen aus dem Nationalrat geflogen, jetzt kämpfen sie in Kärnten um den Wiedereinzug in den Landtag. Als Spitzenkandidat fungiert wieder Rolf Holub, in der aktuellen Regierung Naturschutz-Landesrat. Er hat heute beim Neujahtsempfang im Klagenfurter Künstlerhaus den Wahlslogan geprägt. Der lautet: "Das können nur wir" und soll zum Ausdruck bringen, dass die Grünen für wichtige Themen den Alleinvertretungs-Anspruch erheben. Dazu gehören Umwelt, Energie und Verkehr.

Wenn die Grünen wieder den Sprung in den Landtag schaffen, wollen sie ehrgeizige Ziele verfolgen. Holub: "Dann werden wir Kärnten zur Nummer eins im Bereich der erneuerbaren Energie machen". Schon jetzt liegt deren Anteil in Kärnten bei 60 Prozent, während es die gesamte EU nur auf 27,4 Prozent bringt. Auch beim umweltfreundlichen Nahverkehr nimmt Kärnten eine Pionoerrolle ein. Holub: "In Kötschach-Mauthen haben wir in dieser Woche den ersten Mobiliätsknoten eröffnet, in dem alle Abfahrtszeiten aufeinander abgestimmt und von Terminals an den Haltestellen abzulesen sind.

Die Kandidaten auf den Wahlkreis-Listen sind Spezialisten für ein jeweiliges Fachgebiet. So kümmert sich etwa der Biobauer Stefan Merkač (Wahlkreis Ost) um die Realisierung des Energiemasterplanes, die Kindergarten-Pädagogin Margit Motschiung (Klagenfurt) um den gesamten Bildungsbereich und Dorothea Gmeiner-Jahn (Wahlkreis West) um dem ländlichen Raum.

Zum Abschluss des Empfanges prophezeite Holub seiner Partei für den 4.März eine "schwere Wahl" und einen "harten Kampf" bis dorthin. Er zeigte sich aber zuversichtlich für den neuerlichen Einzug der Grünen in den Landtag, weil "wir in Kärnten gebraucht werden".

Kommentare (3)

Kommentieren
Wolf63
1
2
Lesenswert?

Mobilität

Es ist einfach ein Jammer, wenn nur die veralteten Strukturen des Verkehrsverbunds aufrecht erhalten werden. Egal ob Busse voll oder leer sind, bezahlt wird pauschal aus Steuergeldern. Wo sind bedarfsorientierte Konzepte, die uns in die Zukunft führen und für jeden Einzelnen einfach den öffentlichen Verkehr optimieren können? Wo sind die Taktverkehre für eine moderne Zeit - mindestens Halbstunden-Takt? Wo sind die Lösungen für die alte Südbahn-Strecke, da die Koralmbahn dann wohl die Hauptachse wird? Wo sind die schnellen Verbindungen innerhalb Kärntens? So einen Pfusch macht nur grün ....

Antworten
47er
0
3
Lesenswert?

Die Leute

wollen keine Verordnung und Bevormundung, sondern Überzeugungsarbeit. Solange ihr mit eurem Besserwissertum und der verdammten Oberlehrermanier nicht aufhört, werdet ihr nur mehr verlieren.

Antworten
joektn
0
3
Lesenswert?

Das machen nur wir...

Ja - insgesamt 3 Bahnstrecken eingestellt und durch „umweltfreundliche“ Busse ersetzt mit massiven Verschlechterungen.
Den neuen Verkehrsdienstevertrag zwischen Land und ÖBB muss man sich auch anschauen. Wegfall fast aller Verbindungen zwischen Friesach und Klagenfurt nach Eröffnung der Koralmbahn.
Friesach verliert seinen Fernverkehrshalt ab nächsten Jahr und im Gailtal wird der Güterzug weiterhin mit Diesel fahren müssen, da man hier eine minimal Infrastruktur errichtet. Das ist alles zusammen einfach nur ein großer Pfusch.

Antworten