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KärntenLandes-Rechnungshof spart viel mehr als er kostet

Jubiläumsband 20 Jahre Kärntner Landesrechnungshof vorgestellt. Markanteste Prüfungsberichte beschrieben. Neue Rechte mit der nächsten Legislaturperiode ab März.

Landtagspräsident Reinhart Rohr und RH-Direktor Günter Bauer
Landtagspräsident Reinhart Rohr und RH-Direktor Günter Bauer © KLZ/Markus Traussnig
 

"Wir ersparen dem Land ein Vielfaches dessen, was wir kosten." So bewertete Rechnungshof-Direktor Günter Bauer am Dienstag bei der Präsentation des Buches „20 Jahre Rechnungshof“ die Bilanz der Einrichtung. Mit Inkrafttreten der neuen Landesverfassung zu Beginn der neuen Legislaturperiode ab März beginnt für den Rechnungshof (LRH) eine neue Ära. Dann wird es ihm nämlich erlaubt sein, auch Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern zu prüfen. Dazu wird der Personalstand des Landtags-Organes aufgestockt.

In dem neuen Buch werden die markantesten Prüfberichte aufgelistet. Dazu gehört die Umfahrung von Bad St. Leonhard. Bauer: „Durch die von uns angeregte Neuplanung konnten bei diesem Bauprojekt 23 Millionen Euro eingespart werden.“

Um das trockene Zahlenmaterial etwas aufzulockern, wurden Kinder der Klagenfurter Benediktinerschule befragt, was sie sich unter dem Rechnungshof vorstellen. Da meint etwa der achtjährige Miha: „Mir kommt vor, dass der Rechnungshof die schwierigsten Rechnungen macht. Der Name ist lustig, weil ich rechnen nicht mag.“

Im Mittelteil des Buches sind die markantesten Prüfberichte der letzten 20 Jahre aufgelistet. Dazu zählt etwa das Wörthersee Stadion. Dazu heißt es: „Die Kärnten Werbung bekam vom Land acht Millionen Euro für das Marketing. Der Rechnungshof konnte die Ausgaben nicht nachvollziehen, denn die Unterlagen waren intransparent.“

Ins Visier genommen hat der Rechnungshof auch das Tibetzentrum in Hüttenberg. Dort sind drei vom Land geförderte Hotelprojekte gescheitert. Die Bewertung: „Trotz der hohen Förderquote hat sich das Land nicht ausreichend mit dem Projekt auseinandergesetzt und analysierte das wirtschaftliche Risiko nicht.

Landtagspräsident Reinhart Rohr (SP) erinnerte daran, dass der Rechnungshof mit seiner Arbeit wesentlich zur Lösung der Hypo-Heta-Problematik beigetragen und damit eine existenzbedrohende Situation im Bundesland beseitigt habe.

Kommentare (4)

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orbil
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Die Kärnten-Pleite anlässlich der Hypo war eine Supersache


.... für die deutschen Spekulanten, die knapp vor Schluss erst eingestiegen sind.

Ein Ausgleich mit 100% war bisher einzigartig in der Wirtschaftsgeschichte. Gottseidank erhielten die Gläubiger nicht 110%!

Und wenn das der Rechnungshof vorgeschlagen hat, dann dürfte mit dem Vielfachen der Einsparung wohl der Nenner im Bruch gemeint sein!

Und hat vielleicht der Bundesrechnungshof empfohlen die mehrheitlich bayrische Hypo Alpe Adria Bank zu verstaatlichen?

Wäre Bayern sonst in die Insolvenz gestürzt?

Nur gut, dass Kärnten so reich ist und das locker wegsteckt!

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CuiBono
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"Landtagspräsident Reinhart Rohr (SP) ...

...erinnerte daran, dass der Rechnungshof mit seiner Arbeit wesentlich zur Lösung der Hypo-Heta-Problematik beigetragen und damit eine existenzbedrohende Situation im Bundesland beseitigt habe."

Geflissentlich NICHT erwähnend, dass auch er, Rohr, einer jener SPÖ-Politiker war, die anno-dazumal bei den irren Haftungsausweitungen mit unterschrieben haben.

Und auch vollkommen negierend, dass die maßgeblich durch POLITIKER herbei geführte existenzbedrohende Situation auf dem Rücken der ungefragten österr. Steuerzahler abgewälzt wurde.

Genau SO kann man sich alles schön reden, gell Herr Rohr!

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CuiBono
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Solange

die diversen Rechnungshöfe die Politik allgemein und ihre Großprojekte nicht schon im VORFELD und dann STÄNDIG begleitend prüft und wenn notwendig, korrigierend und/oder stoppend einschreitet, wird sich nicht viel ändern.

Wenn wie jetzt eigentlich immer nur (tlw. Jahre später) im Nachhinein geprüft wird, ist die größte Effektivität bereits verpufft und der Schaden schon angerichtet.

Verantwortlich gemacht - im Sinne von Schadensbegrenzung bzw. -wiedergutmachung - kann dann auch nur mehr schwerlich werden.
Und damit läuft die Steuergeldverbrennung munter weiter.
Ende nie.

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georgXV
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genau so ist es !!!

leider !!!

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