KärntenPflege: Bis zu 22 Millionen Euro Mehrkosten fürs Land

Hoher Gesamtaufwand fürs Land Kärnten, wenn mit 1. Jänner 2018 der Pflegeregress wegfällt, also der Zugriff auf Vermögen von Heimbewohnern. Auch der Bau von zwei Pflegeheimen kann notwendig werden.

Mit dem Wegfall des Pflegeregresses könnte der Zulauf in Kärntens Pflegeheime größer werden ©  Fotolia
 

Wenn ab 1. Jänner 2018 der Pflegeregress wegfällt und das Land nicht mehr auf Vermögen von Heimbewohnern zugreifen darf, gibt es für Kärnten Mehrkosten von bis zu 22 Millionen Euro. Das rechnete Freitag Landeshauptmann Peter Kaiser am Rande der Landeshauptleutekonferenz in Feldkirch vor. Er forderte wie seine Amtskollegen  die Abgeltung von Einnahmeausfällen und Mehrkosten durch den Bund.

FPÖ-Chef Gernot Darmann verwies auf die 1,1 Mio. Mehrkosten fürs Land, die Sozialreferentin Beate Prettner zuletzt genannt habe, also auf plötzliche Mehrkosten von 21 Millionen Euro.

Aus Prettners Büro heißt es dazu: 1,1 Millionen Euro habe der Eigenregress 2016 betragen: Da wurde auf Vermögen aus Liegenschaften (800.000 Euro) sowie Versicherungen und Sparvermögen von Pflegeheimbewohnern zugegriffen. Zu diesem Einnahmeentfall fürs Land kommen jedoch rund fünf Millionen Euro dazu (bisherige Selbstzahler), ein höhrer Pflegeschlüssel bei höherem Zulauf in die Pflegeheime und eventuell auch die Kosten für den Neubau von bis zu zwei Pflegeheimen. Gesamt wären das bis zu 22 Millionen Euro.  

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