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KlagenfurtSchlagabtausch um angebliche Schließung von 184 Volksschulen

Rechnungshof hat die Pflichtschulen in Kärnten unter die Lupe genommen und empfiehlt "im Einzelfall zu prüfen, welche Schulstandorte sinnvoll zusammengelegt werden können". SPÖ reagiert heftig.

Der Rechnungshof nahm das Schulsystem unter die Lupe
Der Rechnungshof nahm das Schulsystem unter die Lupe © LRH/KK
 

Rät der Landesrechnungshof (LRH) dem Land tatsächlich 184 Volksschulen in Kärnten zu schließen? Ja, meint SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser. Er und SPÖ-Bildungssprecher Andreas Scherwitzl erteilen in einer Aussendung den "radikalen Schließungsempfehlungen eine Absage". Das werde es mit der SPÖ in dieser Form nicht geben.

Muss es auch nicht. "Wir empfehlen auf keinen Fall die 184 Volksschulen mit weniger als 120 Schülerinnen und Schülern zu schließen oder zusammenzulegen", sagt LRH-Direktor Günter Bauer. Grund für die rote Aufregung ist ein Prüfbericht zu den "Allgemeinbildenden Pflichtschulen". In diesem zeigen wir die Strukturprobleme auf, wie es unsere Aufgabe und Verpflichtung ist, sagt Bauer.

Heftige Kritik an der SPÖ kommt vom Team Kärnten: „Die SPÖ scheint vor lauter Wahlkampf darauf vergessen zu haben, dass sie die volle politische Verantwortung für den aktuellen Bildungskahlschlag in Kärnten trägt“, sagen Landesrat Gerhard Köfer und Landtagsabgeordnete Isabella Theuermann. Seit dem Schuljahr 2014/15 seien 26 Schulstandorte aufgelassen worden. Möglichen "weiteren Einsparungsparungsphantasien" im Schulbereich kann Theuermann nichts abgewinnen.

"Hände weg von den Kärntner Volksschulen, denn ohne unsere Schulen - dazu zählen auch die Kleinschulen - stirbt der ländliche Raum", sagt auch ÖVP-Bildungssprecher Herbert Gaggl. Schulen seien das Herz im ländlichen Raum und müssen erhalten bleiben. "Nicht alles ist mit Geld aufzuwiegen", sagt Gaggl.

Ähnlich auch die Reaktion der FPÖ, wengleich diese vor allem die SPÖ in der Verantwortung sieht: "In der Amtszeit von SPÖ Landeshauptmann Kaiser wurden in Kärnten zahlreiche Schulen geschlossen. Wenn jetzt kolportiert wird, dass laut Vorschlag des Landesrechnungshofes weitere geschlossen oder zusammengelegt werden sollen, ist das für die FPÖ vollkommen inakzeptabel", sagt FPÖ-Bildungssprecher Wendelin Mölzer.

Kommentare (3)

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cathesianus
1
7
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Da schau her....

.... jetzt wollen sich die FPÖler stark machen.... Unter wem haben denn die Schulschließungen und die Zusammenlegerei begonnen? Zahlreiche Schließungen wurden schon vor der jetzigen Legislaturperiode getätigt....Von der damaligen FPÖ-Regierung! Da musste gespart werden, das Geld wurde ja für Events gebraucht!!

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cockpit
1
8
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wie?

die FPÖ regt sich auf, dass Schulen geschlossen wurden? Wer ist denn schuld, dass kein Geld mehr vorhanden ist und zuallererst die Schulden getilgt werden müssen?

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Pollheim
1
10
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nur so nebenbei

Hat jetzt zwar nichts mit dem Artikel zu tun, aber ich muss immer lachen wenn ich "FPÖ Bildungssprecher" lese ;)

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