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KärntenLand will Anrainer vor GTI-Nachtreffen schützen

Land Kärnten plant Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Bevölkerung. Wieder tausende Besucher erwartet.

Die Tankstelle Mischkulnig wird auch beim Nachtreffen zu den Hot-Spots gehören
Die Tankstelle Mischkulnig wird auch beim Nachtreffen zu den Hot-Spots gehören © KLZ/Weichselbraun
 

Nach den Harleys ist vor den GTI. Die weitestgehend friedlich verlaufene European Bike Week am Faaker See ist am Samstag zu Ende gegangen. Die Ruhe währt allerdings nur kurz. Heute treffen Politik, Behörden und Exekutive deshalb bei einem Runden Tisch zusammen.

Der Grund ist ein von Donnerstag bis Sonntag angekündigtes GTI-Nachtreffen. Via Facebook wurde zu der Veranstaltung mit dem Titel „Wörthersee 2018 reloaded“ geladen. Mehr als 5500 Menschen haben zugesagt, knapp 18.000 zumindest ihr Interesse bekundet (siehe kleines Bild). Wie viele am Ende tatsächlich in Kärnten auftauchen, bleibt offen. 

Umweltlandesrätin Sara Schaar (SPÖ) und Tourismuslandesrat Ulrich Zafoschnig (ÖVP) wollen heute Maßnahmen zum Schutz von Bevölkerung und Umwelt präsentieren. Die Polizei beobachtet die Vorgänge auf Social Media bereits jetzt genau. Grundsätzlich sei das Nachtreffen aber vergleichbar mit dem Vortreffen. „Wir gehen davon aus, dass die Hot-Spots rund um die Tankstellen Sabotnik und Mischkulnig und am Faaker See wieder dieselben sein werden“, sagt Polizeisprecher Mario Nemetz.

Kein Veranstalter

Neben den Hot-Spots dürften auch die Problemfelder gleich bleiben. „Der Lärm und das Gummigeben sind die größten Ärgernisse für die Anrainer. Wir werden das in Grenzen halten“, sagt Nemetz. Da es für diese Zusammenkunft keinen offiziellen Veranstalter gibt, muss die Polizei mit Strafzetteln das Auskommen finden.

Laut Juristen der Landesregierung stoßen sowohl Polizei als auch Verwaltung bei den Treffen immer wieder an ihre Grenzen. „Das Problem ist, dass die Exekutive verpflichtet ist, bei jenen in einem Konvoi fahrenden Fahrzeugen, jenes heraus zu finden, das den Lärm erzeugt. Das ist kaum möglich“, sagt Abteilungsleiter für Wirtschaft, Tourismus und Mobilität, Albert Kreiner

Es wäre daher erforderlich, alle Fahrzeuge, die im Konvoi gefahren sind anzuhalten und abzustellen, um sie dann technisch zu untersuchen. „Das ermöglicht jedoch die gegenwärtige Rechtslage nicht. Aus diesem Grund wären rechtliche Instrumente hilfreich, die dies ermöglichen würden“, sagt Kreiner.

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Danke für Ihr Verständnis.

joektn
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Was soll da nicht möglich sein?

Selten so einen Stumpfsinn gehört - natürlich ist es rechtlich möglich eine ganze Gruppe von Fahrzeugen heraus zunehmen und zu kontrollieren. Funktioniert doch auf zb Autobahnen auch wunderbar. Bei entsprechenden Verdacht, kann dich die Polizei sogar bis auf die Unterhose kontrollieren. Also alles fadenscheinige Ausreden. Wird wohl eher am Personal und mal wieder an den Kosten scheitern.

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gintonicmiteis
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Die normale Bevölkerung muss sich so viel gefallen lassen...

aber eine Gruppe von Fahrzeugen mal anzuhalten und zu kontrollieren, soll rechtswidrig sein!???

Herr Kreiner ist wirklich sehr bemüht, die Untätigkeit der vergangenen Jahre zu verteidigen, aber ganz im Gegenteil: es ist sogar die oberste Aufgabe, diese Fahrzeuge durchzuchecken! Wer nichts illegales getan hat, hat ja nix zu befürchten, versuchen die rechtskonservativen Politiker uns ja bei allem einzureden. Warum dann nicht auch mal 10 Fahrzeuge rausfischen und deren Verkehrstüchtigkeit zu überprüfen? Und warum nicht auch die nächsten 10 rausfischen? Auf Basis der bisherigen Erfahrungen muss davon ausgegangen werden, dass eh ein Großteil irgendwas ohne Bewilligung verbaut hat.

Ich kann euch sagen, warum nicht: weil dann jemand von der Behörde und Exekutive richtig arbeiten müsste statt nur daneben zu stehen und in die Luft zu schauen. Und weil dann ein paar Touristiker wieder zu ihren Parteien laufen würden und weinen würden, wie schlecht deren goldenen Kühe behandelt werden...

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