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Nach Vorfall in PolenWie sicher sind Kärntens Escape Rooms?

Nach einem tödlichen Brand in einem „Escape Room“ in Polen: Wie sicher sind die Abenteuer-Spielräume in Kärnten, bei denen man sich einsperren lässt?

Im Team muss man Rätsel lösen, um in einer Stunde den Raum verlassen zu können © Privat
 

Action, Spannung, Nervenkitzel – das versprechen sich Besucher so genannter Escape Rooms (Fluchträume). Dort beweisen die Teilnehmer ihr Können beim Rätsellösen im Team. In einem verschlossenen Raum, den man nur mit dem Lösen der Herausforderungen verlassen kann.
Diese aus den USA stammende Freizeitaktivität ist längst auch in Europa ein Trend und beliebt. Vergangene Woche endete so ein Abenteuerspiel in Polen für fünf Mädchen tödlich. Ein Feuer brach aus, sie schafften es nicht mehr aus dem versperrten Raum.

Doch wie sieht es mit Sicherheitsauflagen und Fluchtmöglichkeiten in den derzeit sechs ausgewiesenen Kärntner Escape Rooms aus?

Vorgeschriebene Kontrollen gibt es nicht, weil keine veranstaltungsrechtliche Genehmigung für so einen Spielraum erforderlich ist, wie der zuständige Landesjurist Albert Kreiner erklärt. „Selbstverständlich müssen aber alle üblichen Bestimmungen laut Bauordnung, wie etwa beim Brandschutz, erfüllt sein.“ Für die Kontrolle der Escape Rooms seien laut Kreiner die jeweiligen Gemeinden zuständig. „Die permanente Videoüberwachung dieser Räume ist ein Kernelement der Sicherheit“, sagt Kreiner.

Mission abbrechen

In seinen Abenteuerräumen gäbe es stets die Möglichkeit, sich mithilfe eines Zweitschlüssels selbst zu befreien. „Über Fluchtboxen neben den Türen kann jeder Teilnehmer die Mission jederzeit abbrechen“, erklärt Christian Kugi („Team Mission – Escape Room Villach“). Feuerlöscher und Brandmelder sowie eine Notbeleuchtung außerhalb der Räume zu den dazugehörigen Notausgängen seien sowieso fix. Der Spielleiter überwacht via Kamera die Räume. Für eine Mission haben die Teilnehmer eine Stunde Zeit. In der ehemaligen Arztpraxis haben Gruppen von zwei bis sechs Leuten in einem Raum Platz. Auch vor dem Antritt der Ausnahmesituation werden den Teilnehmern die nötigen Informationen übermittelt.

Klz/Weichselbraun
Hinweis in einem Klagenfurter Escape Room zum Türöffnen © Klz/Weichselbraun
„Niemand wird einfach eingesperrt, jeder erhält bei uns vor Spielbeginn eine ausführliche Sicherheitseinweisung, damit es auch im Ernstfall zu keinen Komplikationen kommen kann“, berichtet Hilmar Pfeiffer von „Dungeon Escape“ in Liebenfels. Der Mechatronik-Ingenieur hat die Mechanismen selbst entworfen und gebaut. Es funktioniere alles mechanisch, damit man auch im Fall eines Stromausfalls sicher aus den Räumen gelangen könne. „Wir haben Notfallknöpfe neben den Türen, die bei jedem Notfall gedrückt werden können“, versichert Pfeiffer. Auch in diesem Escape Room werden die Abenteurer via Kameraübertragung beobachtet. Zusätzlich erhalten sie bei Schwierigkeiten Hinweise vom Spielleiter. In drei normalen und einem Horrorlevel können sich die Teilnehmer in dem rund 500 Jahre altem Keller einer ehemaligen Brauerei austoben.

Sicherheitsknopf

Auch im „Exit the Room“ in Klagenfurt, wo es vier Räume mit jeweils unterschiedlichen Missionen gibt, sei die Sicherheit für die Akteure hundertprozentig gegeben. Hier gibt es einen Sicherheitsknopf neben den Türen, die im Notfall gedrückt werden. Zwei Spielleiter beobachten über Kameras die Räume und geben sogar mithilfe eines Funkgerätes Hinweise. Die Türen sind elektrisch gesichert, sollte es zu einem Stromausfall kommen, gehen diese automatisch auf.

So funktioniert das Spiel

Das Spiel. Mehrere Spieler halten sich in einem Raum auf und dürfen erst wieder hinaus, wenn es ihnen gelingt, in einer bestimmten Zeit mehrere Rätsel zu lösen. Das mitunter fasziniert so viele Menschen und deshalb boomen weltweit „Escape Rooms“.

Der Auslöser. Ausgelöst wurde der Trend durch ein japanisches Computerspiel, dort sind 2007 auch die ersten „Live Escape Games“ entstanden.
In Kärnten gibt es derzeit sechs offiziell ausgewiesene „Escape Rooms“. Drei davon befinden sich in Klagenfurt, jeweils einer in Villach, Bleiburg und Liebenfels. Mehr und weiterführende

Alle Infos. www.kaernten.at

Kommentare (3)

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auktion9008296
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Kärntnes Escape Rooms sind sicher!

So furchtbar traurig der Vorfall in Polen ist, die Escape Rooms in Kärnten sind auf hohem Standard und sehr sicher! Hauptklientel dieser Spiele sind die 25-40-jährigen, welche wieder selbst denken und endlich einmal ihren Computer ausschalten wollen. Es sind zum Großteil äußerst teambildende und pädagogisch wertvolle Spiele. Leute, die Escape Rooms kritisieren, nur weil es angeblich aus Amerika kommt kennen diese tolle Form der gemeinsamen Freizeitgestaltung nicht. In Mittteleuropa hat sich das Spiel von Ungarn aus in die Schweiz - und von dort nach Deutschland und Österreich ausgebreitet. Jeder der Kritik übt ist gerne eingeladen sich einen der kärntner Escape Rooms anzusehen! Keine Rede von Geld aus der Tasche ziehen! Jeder Kurzbesuch auf einem Rummelplatz ist teurer!

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kecksi
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Wer braucht

das??? Die Jugend kann einem nur leid tun, wenn sie keine anderen Ideen haben.
...aus den USA stammende Freizeitaktivität....
Freizeitaktivität sollte anders aussehen!!!

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GordonKelz
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MIT ...

...jedem Schwachsinn kann man den jungen Leuten ,das Geld aus der Tasche ziehen ! Kärnten besteht zu mehr als 50% aus Wald ,gehen sie dorthin ,da gibt es Aktion genug ,kostet nichts und sie atmen frische Luft !!
Gordon Kelz

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