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KärntenTierfreunde besorgt: Wo sind die Vögel?

Derzeit sind kaum Vögel an den Futterstellen zu finden. Warum eigentlich? Ein Experte hat darauf eine Antwort.

Nicht überall ist in den Futterstellen so reger Betrieb © hubert budai
 

Andreas Kleewein, Leiter der Vogelschutzorganisation BirdlLife Kärnten, erhält derzeit laufend Anfragen aus den unterschiedlichsten Regionen Kärnten, warum denn die Vögel verschwunden sind. Grund sei, dass diese heuer die Futterstellen nicht aufsuchen.

Die Antwort Kleeweins auf die Fragen der besorgten Tierfreunde: "Ich kann nur beruhigen und dazu sagen, dass wir für Dezember sehr warme Temperaturen haben und zudem keinen Schnee und keine gefrorenen Böden. Die Vögel sind natürlich nicht verschwunden, jedoch suchen sie unter diesen Bedingungen die Futterhäuschen kaum auf. Sie finden natürliche Nahrung auf Wiesen, offenen Erdflächen, seichten Wasserpfützen und auf Bäumen. So z. B die Erlenzeisige, die in Schwärmen derzeit von Baum zu Baum fliegen, vor allem bei Erlen, und aus den kleinen Zapfen die Samen herauspicken. Beim Laubrechnen, warten Rotkehlchen und Amseln direkt neben dem Menschen, um auf der freien Flächen nach Nahrung zu suchen, da der Boden nicht gefroren ist. Man darf sich daher nicht wundern, wenn jetzt kaum Vögel an den Futterstellen zu finden sind. In Gärten die kahl sind, also keine Sträucher und Hecken aufweisen, wird man ohnedies auch mit dem besten Futter im Futterhaus derzeit kaum Vögel anlocken können, da ihnen die Versteckmöglichkeiten fehlen und sie daher bevorzugt in strukturierteren Bereichen zu finden sein werden. Dort haben sie auch genügend Versteckmöglichkeiten. Vögel sind mobile Tiere und bei diesen Temperaturen ist der Energieverbrauch gering. Daher sind sie anders als in einem strengen Winter weniger oft an nur einem Standort gehäuft anzutreffen, sondern verteilen sich, um Nahrung zu suchen."

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