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Neue DetailsSo geht es mit dem Kurhaus Reichel weiter

Das Kurhaus Reichel in Klagenfurt ist ab Jänner ein Wahlinstitut. Für den Neustart wird es personell und räumlich verkleinert. Mitarbeiter haben jetzt Betriebsrat.

© WKK/Just
 

Im traditionsreichen Kurhaus Reichel in der Klagenfurter Innenstadt ist viel in Bewegung: Die ersten der 26 gekündigten Mitarbeiter (beim AMS angemeldet waren ursprünglich 40 Personen) haben den Betrieb verlassen, die letzten müssen vor Weihnachten gehen. Ein vor Kurzem gegründeter Betriebsrat kümmert sich jetzt um die rechtlichen Belange der gekündigten Mitarbeiter und insbesondere um die Kommunikation mit der Eigentümerfamilie Reichel.

Hoffnung auf einen guten Neustart haben alle: Jene Mitarbeiter, die jetzt nach vielen Jahren einen neuen Job suchen müssen genauso wie die im Unternehmen im Moment verbleibenden, wenigen Mitarbeiter und die Eigentümerfamilie.

Ab Jänner ist das Kurhaus ein Wahlinstitut, eine einschneidende Zäsur in der Unternehmensgeschichte. Das Therapie-Angebot (Massage, Fango, Elektro- und Physiotherapie) bleibt zwar unverändert, allerdings müssen Patienten – wie bei einem Wahlarzt – einen Selbstbehalt bezahlen. Wie üblich werden 80 Prozent des Kassentarifs refundiert – wobei dieser nicht sehr hoch ist. Was letztlich für den Einzelnen an Selbstkosten übrig bleibt, hängt von der Therapieart ab. „Derzeit bemühen wir uns bei den Kassen um eine Direktverrechnung“, sagt Mediziner Hellmuth Reichel, der fast 40 Jahre lang das Kurhaus leitete und es 2016 in die Hände seiner drei Töchter gelegt hat.

 

"Diagyn" bleibt

Das Diagnosezentrum „Diagyn“ (Knochendichtemessungen), das die Familie Reichel betreibt, bleibt unverändert bestehen. Es gibt weiterhin Verträge mit allen Kassen. Auch die Rücken-Rehab (über die PVA) bleibt unverändert bestehen.
„Aktiv“-Bereich wird räumlich und angebotsmäßig erweitert.

Das neue Kurhaus wird räumlich verkleinert, indem man ein Stockwerk zusperrt. Die Privatpatienten werden alle Anwendung in einer Behandlungskabine absolvieren können – bei einem einzigen Therapeuten.

Hellmuth Reichel (am Bild mit seinen Kindern) hofft auf einen guten Neustart Foto © WKK/Just

Die Arbeitsverträge jener Mitarbeiter, die ihren Job behielten, wurden laut Reichel den neuen Gegebenheiten angepasst, indem man Stunden reduziert hat. „Sollte es notwendig werden, können wir jederzeit Personal zurückholen“, sagt Reichel. „Aber derzeit wissen wir nicht, wie sich alles entwickeln wird.“ Enttäuscht zeigt sich der Mediziner darüber, dass keiner der gekündigten Mitarbeiter das Angebot angenommen habe, sich im Haus auf freiberuflicher Basis einzumieten. Laut Informationen von Betroffenen wäre das Angebot unattraktiv, da 30 Prozent des Umsatzes abzugeben wären.

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