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KlagenfurtIm Rathaus gibt es heute eine spektakuläre Enthüllung

Heute, Freitag, wird die von der Künstlerin Bella Ban angefertigte Büste von Kaiser Maximilian I. offiziell präsentiert. Es gibt gleich zwei Ereignisse zu feiern.

Die Klagenfurter Künstlerin Bella Ban und "ihr" Maximilian © Markus Traussnig
 

Er hat eine markante Nase, ein schmales Gesicht und auf seiner Kopfbedeckung steht ein von seinem Gesicht abgewandtes Pferd: Die Klagenfurter Künstlerin Bella Ban hat Kaiser Maximilian I. in Form einer Büste ein Denkmal gesetzt. Die Stadt Klagenfurt will damit den Habsburger, der 1518 den Kärntner Landständen die Stadt geschenkt hatte, würdigen.
Mehrere Monate hat Ban, sie ist die Schwester des 2009 verstorbenen Dichters Gert Jonke und die Witwe des Künstlers Viktor Rogy, in ihrem kleinen Atelier in der Innenstadt an der Büste gearbeitet. Einige Male hat sie ihr Werk sogar total zerstört. „Ein Portät zu modellieren, ist ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang“, sagt die Künstlerin. „Es sind die Hände, die mir um einen Wimpernschlag schneller als das Auge mitteilen, wann es so weit ist und dass die Formen nicht mehr berührt werden sollen.“ Dieser Augenblick sei dann, sagt sie, magisch. Was hat es eigentlich mit dem verkehrten Pferd auf dem Kopf auf sich? „Es symbolisiert das ausgehende Mittelalter“, sagt Ban. Und drücke die enge Beziehung des Kaisers zu Pferden aus - die nicht immer positiv war. Seine Ehefrau Maria von Burgund starb bei einem Reitunfall. Die Büste wurde in einem Familienbetrieb in Slowenien gegossen und in Villach galvanisch vergoldet.

Die Künstlerin Bella Ban Foto © Markus Traussnig

Am Freitag, 12. Oktober, wird sie im Rathaus enthüllt. Die Büste hat einen Platz im ersten Stock zwischen den Büros der beiden Vizebürgermeister bekommen. Sie ist umgeben von Spiegeln, wodurch man sie rundum sehen kann.

Für Bella Ban ist die Enthüllung ein doppelter Grund zur Freude: Sie begeht nur einen Tag später ihren 60. Geburtstag. „Ich feiere meinen Geburtstag sozusagen mit Maxi“, lächelt sie. Ihre nächsten Projekte? „Was kommt, kommt. Die Dinge klopfen innerlich an.“

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