UlrichsbergMysteriöse Putzaktion auf dem Ulrichsberg

Deutsche reisten an, um Gedenkstätte zu säubern und lösten Polizeieinsatz aus. Fotos zeigen Aktion.

Die Deutschen wollten die Gedenkstätte restaurieren. Grundeigentümer Tilo Berlin wusste nichts und rief die Polizei
Die Deutschen wollten die Gedenkstätte restaurieren. Grundeigentümer Tilo Berlin wusste nichts und rief die Polizei © Privat
 

Für die Polizei und das Landesamt für Verfassungsschutz (LVT) ist das Thema erledigt. Für die Beteiligten offenbar noch nicht. Der Kleinen Zeitung wurden mehrere Fotos einer eigenwilligen Aktion auf dem Ulrichsberg zugespielt.

Auf den Fotos sind zwei Frauen und ein Mann zu sehen, wie sie die Gedenkstätte auf dem Berg reinigen. Grundeigentümer Tilo Berlin war über die Putzaktion im Vorfeld allerdings nicht informiert und rief die Polizei. Weil der Ulrichsberg ein sensibles Thema ist, gab es Montagabend gleich einen größeren Polizeieinsatz. Ergebnis: Die insgesamt vier Personen (ein Mann, drei Frauen) waren für die Putzaktion extra aus Deutschland angereist. Laut LVT könne der Mann dem rechten Lager zugerechnet werden. Er sei aber kein Aktivist der Neonazi-Szene.

Nicht der einzige Einsatz auf dem Ulrichsberg: Trotz Absage des heurigen Treffens haben sich laut LVT-Chef Helmut Mayer vergangenen Sonntag rund 50 Personen bei der Gedenkstätte getroffen und einen Kranz niedergelegt. Auch einschlägig bekannte Neonazis aus Deutschland sollen dabei gewesen sein. „Wir waren vor Ort. Es hat keine Zwischenfälle gegeben“, sagt Mayer. Das LVT werde um das eigentliche Ulrichsberg-Wochenende (heuer 6./7. Oktober) die Szene verstärkt beobachten.

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