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MobilitätsmasterplanNeue Stadtwerke-Busse verfügen über Handy-Ladestationen

Zum 70-Jahr-Jubiläum der städtischen Busse wurde die Zukunft der Mobilität vorgestellt. Diese beinhaltet ein neues Liniennetz. Neu angeschaffte Gelenksbusse verfügen über zehn USB-Anschlüsse.

Jeder der 21 neu angeschafften Gelenksbusse verfügt über zehn USB-Anschlüsse
Jeder der 21 neu angeschafften Gelenksbusse verfügt über zehn USB-Anschlüsse © KK/Dreier
 

Die europäische Mobilitätswoche steht in Klagenfurt im Zeichen eines Jubiläums: Vor 70 Jahren wurde in der Landeshauptstadt die erste Autobuslinie in Betrieb genommen. Sie führte von der Innenstadt nach St. Ruprecht. Sukzessive wurden weitere Linien installiert. 1955 wurde der Heiligengeistplatz zu einem zentralen Verkehrsknotenpunkt ausgebaut.

Beim Jubiläumsprogramm (siehe unten) in der kommenden Woche können die Besucher nicht nur in vergangene Zeiten eintauchen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Mobilität von morgen. Eine große Herausforderung stellt dabei die Dekarbonisierung des Verkehrs dar. In einem ersten Schritt wurden 21 neue Gelenksbusse angeschafft, die jährlich 210 Tonnen CO2 einsparen sollen. Nebenbei erwähnt: Jeder dieser Busse verfügt über zehn USB-Anschlüsse zum Aufladen von Handys während der Fahrt.

Der Saurer Allrad-Schnauzbus Baujahr 1955 Foto © KK/Dreier

Langfristig wird die die Umstellung der Busflotte auf emissionsfreie Fahrzeuge und eine Erhöhung des Leistungsangebots angestrebt. "Ziel ist es, den Autoverkehr zurückzudrängen", sagte Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) gestern im Rahmen einer Pressekonferenz. Mathiaschitz gab auch bekannt, dass Experten der Stadt und der Stadtwerke zusammen mit dem Unternehmen Traffix einen neuen Gesamt-Mobilitätsplan mit dem Schwerpunkt öffentlicher Personenverkehr konzipiert haben. Die wichtigsten Siedlungs- und Arbeitsgebiete der Stadt sollen mit fünf Hauptlinien, auf denen die Busse im Zehn-Minuten-Takt verkehren, verbunden werden. "An den wichtigsten 16 Haltestellen werden Mobilitätsknotenpunkte mit Nextbike- und E-Carsharing-Angeboten entstehen", sagte Mathiaschitz weiter.

Stadtwerke-Vorständin Sabrina Schütz-Oberländer kündigte an, dass im Oktober das Bus- und Mobilitätsangebot der Stadtwerke in eine eigene Gesellschaft verschoben wird. Die neue Gesellschaft wird ab 1. Jänner 2019 operativ tätig werden. Schütz-Oberländer verriet auch, dass die Funktionen der Stadtwerke-Kundenkarte erweitert werden. Hinzu kommen der Fahrradverleih Nextbike, die Lebensland Kärnten E-Tankstellen und die Mietautos Family of Power E-Carsharing. Verkehrsreferent Landesrat Ulrich Zafoschnig (ÖVP) hob hervor: "Die Nutzung verschiedenster Verkehrsmittel bringt viele Vorteile und wird künftig eine immer wichtigere Rolle für eine moderne Mobilität in Kärnten spielen." Der Klagenfurter Umwelt-Stadtrat Frank Frey (Grüne) stellte fest, dass die öffentlichen Verkehrsmittel zur Feinstaubreduzierung beitragen können.

Jubiläumsprogramm

Vom 17. bis 22. September auf dem Heiligengeistplatz und im Landhaushof.
Programm. Täglich kostenlose Fahrten mit dem selbstfahrenden, autonomen Bus (ab 10 Uhr); Präsentation „Vom Schnauzer bis zum Elektro-Bus“; Gewinnspiel; 1+1 Gratis-Busticket in den STW-Bussen und den Kärntner Linien; Montag und Freitag mit dem Oldtimer zum See (10 bis 17 Uhr)

Kommentare (1)

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Quack9020
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Lesenswert?

Abseits der Realität

Was hier in der Theorie geplant wurde und wird hat mir der Realität nichts zu tun.

Beispiel:
In den letzten 36 Monaten sind in Klagenfurt Nord (Wölfnitz, Lendorf, Emmersdorf...) 1.218 neue Wohneinheiten errichtet worden. Geht man von Familien aus, die dort eingezogen sind, knapp 3.000 Menschen.

Eine Bus Linie wurde abgeschafft, eine andere fährt nur noch zwei Mal am Tag für 3 Runden. Und die normale Verbindung fährt 2 x pro Stunde.

Es ist unmöglich für Leute die zb Schicht arbeiten, Kinder in die Betreuung bringen müssen oder auch einfach nur halbtags arbeiten, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt oder zum Arbeitsplatz zu kommen.

Um von Wölfnitz ins LKH zu kommen, muss man, mit ganz wenigen Ausnahmen (die es nur wegen Schüler gibt und nicht wegen Arbeiter), über den Heiligen fahren. Früher war dies direkt möglich.

Auch einkaufen beim Interspar ist nicht mehr möglich.

Diese externen Firmen und Theoretiker sollten mal praktische Fahrten unternehmen.

Hauptsache Ikea wird bedient, wo 2 Leute im Bus sitzen. Aber aus der neuen Schönefeld Siedlung mit 483 Personen müssen alle mit dem Auto zur Arbeit fahren.

Ohne Auto kein Einkaufen, keine Freizeit Aktivität und Arbeiten schon garnicht möglich.

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