Bodypainting FestivalBlitz, Donner und KISS auf der Bühne

Spektakuläre Kunstwerke und Bühnenauftritte beim Bodypainting Festival. Nach der Abendshow wurde trotz Regen ausgelassen zu Live-Musik getanzt. Es gibt aber auch kritische Stimmen.

Bodypainting Festival Klagenfurt 2018
© Helmuth Weichselbraun
 

Rot, grün, blau, gelb, knallpink...Farben, wohin das Auge reicht. Seit Donnerstag Vormittag läuft das Bodypainting Festival 2018. Die Weltmeisterschaften finden heuer zum 21. Mal statt, zum zweiten Mal gehen sie in Klagenfurt über die Bühne. 120 Zelte stehen auf dem Gelände rund um Schubertpark, Goethepark und Achterjägerpark. Bis zum Samstag matchen sich 300 Künstlerteams aus 53 Nationen, in insgesamt zwölf Kategorien wie Airbrush, Pinsel oder Installation Art. 
"Bunt gemischt" wie die internationalen Teilnehmer ist auch die Kulinarik: Bei den Essenswaggons gibt es für die Besucher schmackhafte heimische Produkte ebenso wie internationale Gerichte: von asiatisch bis zu Käsnudel.

Wichtige Infos zum Festival

Bezahlt wird an sämtlichen Ständen mit der "Payment"-Card. Das Plastikkärtchen in Form einer Bankomatkarte kann am Ticketschalter, beim Infozelt (Nummer: B31) sowie bei mobilen Ladestationen (Mädchen, die mit Leuchtweste und entsprechendem System ausgestattet sind) aufgeladen werden.

Parkplätze sind rar - es fahren jedoch Shuttlebusse in zwanzigminütigem Abstand ab dem Messeparkplatz (Rosentalerstraße) Richtung Festivalgelände.

"Das war ein guter Start," zog Marlies Wurm-Pontasch, Festival-Mitarbeiterin der ersten Stunde, gestern Abend Bilanz. Dem Samstag blickte sie mit Spannung entgegen. "Es zeichnet sich ein Duell zwischen dem Vizeweltmeister 2017 und dem Weltmeister desselben Jahres, Sanata Dinoa aus Indien, ab." Italien liegt vor Deutschland und Indien."Im Gegensatz zur Fußball-WM sind die Deutschen bei uns noch im Rennen", lachte sie.

Bodypainting: Menschliche Leinwände

Heli Weichselbraun
Heli Weichselbraun
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Heli Weichselbraun
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Heli Weichselbraun
Heli Weichselbraun
Heli Weichselbraun
Heli Weichselbraun
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... und noch ein paar Eindrücke.

Vorausscheidung für das Finale am Samstag: Bodypainting Festival

Julia Braunecker
Julia Braunecker
Julia Braunecker
Julia Braunecker
Julia Braunecker
Julia Braunecker
Julia Braunecker
Julia Braunecker
Julia Braunecker
Julia Braunecker
Julia Braunecker
Julia Braunecker
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Zufriedene Besucher

Zustimmung gab es auch aus dem Publikum. "Wir sind extra aus Oberösterreich angereist", berichtete die vierköpfige Familie Pesendorfer. Die Eltern waren bereits dabei  gewesen, als sich das Gelände noch in Millstatt befunden hatte. 

Barbara Rössler (23), hauptberuflich Make Up-Künstlerin in Wien, ist heuer erstmals als Künstlerin dabei - gemeinsam mit Freundin Beatrice Engelbrecht. Die beiden kennen sich seit neun Jahren. "Vertrauen muss sein," meinte Rössler. "Mir ist es wichtig, dass ich jemanden an meiner Seite habe, der mich beruhigen kann." Sie tritt morgen (Samstag, 13. Juli) in der Kategorie "Brush and Sponge" sowie "Creative Make Up" an. Sechs Stunden hat sie Zeit, um ihre Freundin zu bemalen. "Das ist nicht viel, wenn man bedenkt, dass auch die Frisur mit viel Aufwand vorbereitet werden muss."

Zufriedene Festivalbesucher Foto © Julia Braunecker

Die Kärntnerin Sarah Kampisch (23) ist bereits ein Profi. Sie nimmt heuer bereits das sechste Mal als Model Teil. Am besten gefällt ihr der internationale Aspekt der Veranstaltung und der Verwandlungsprozess: "Mehr als bei jedem anderen Modeljob muss ich schauspielern, um in die Rolle des dargestellten Wesens zu schlüpfen. Viele Kinder nehmen mich dann wirklich als ein Fantasiewesen wahr. Ich kann für einen Tag jemand ganz anders sein." Kampisch hat sich gleich die ganze Woche freigenommen. Am anstrengstenden sind für die Studentin die heißen Temperaturen: "Man muss viel trinken, Zucker und Salz essen, damit es zu keinen Kreislaufproblemen kommt", berichtete sie. "Bis zu 32 Grad hat es tagsüber im Zelt."

Klagenfurter Teilnehmerin Sarah Kampisch Foto © Julia Braunecker


Intime Einblicke: Wie aus Körpern Kunstwerke werden

Klicken Sie sich durch die Bilder vom ersten Festivaltag

Markus Traussnig
Markus Traussnig
Markus Traussnig
Markus Traussnig
Markus Traussnig
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Markus Traussnig
Markus Traussnig
Markus Traussnig
Markus Traussnig
Markus Traussnig
Markus Traussnig
Markus Traussnig
Markus Traussnig
Markus Traussnig
Markus Traussnig
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Künstler aus der ganzen Welt

Begeistert reagierten auch die Künstler aus den unterschiedlichsten Ländern. "Hierher zu kommen ist wie ein großes Familientreffen", schwärmte etwa Linda Rohmen aus Norwegen, die den Sprung ins Finale geschafft hat. Sie steigt heuer zum sechsten Mal ins Rennen. 
Eirat Dan aus Israel reist schon seit 16 Jahren an. Heuer sitzt sie in der Jury. "Am wichtigsten ist mir, wie ein Thema umgesetzt wird," erklärte sie ihre Bewertungsstrategie. Auch auf die Technik und die Qualität der Farben würde sie großen Wert legen.

Was sie am Bodypainting fasziniert? "Dass der Mensch zur Leinwand wird. Es ist eine harte Arbeit, die nur ein paar Stunden lang existiert, bis sie abgewaschen wird," antwortete die gebürtige Israelin. "Aber durch die Fotos bleiben die Kunstwerke für immer erhalten." Shelley hat den langen Flug aus Taiwan auf sich genommen, um heuer mit dabei zu sein. Für sie hat sich der Aufwand gelohnt. Das taiwanesische Künstlerteam hat heute beim Amateur-Award den zweiten Platz geschafft.

Braunecker
Die Teilnehmer aus Österreich... © Braunecker

Braunecker
...ganz auf KISS gemalt © Braunecker

Kritische Stimmen

Vereinzelt gab es jedoch auch kritische Stimmen. Eine Dame aus Pörtschach konnte sich mit dem Austragungsort in Klagenfurt nicht so ganz anfreunden. Als umständlich wurde von manchen Besuchern auch das Zahlungssystem via Paycard wahrgenommen.
 
Alles in allem war die Stimmung aber sehr gut. Nach dem Auftritt von Django 3000 und der Siegerehrung vom "World Brush/Sponge-Award" ließ sich das Publikum die ausgelassene Stimmung nicht durch den plötzlichen Gewittereinbruch verderben. Mitten im Regen wurde zu den fröhlichen Songs des österreichischen Sängers Lemo getanzt.

 

Lemo-Konzert: Bodypainting-Festival

Julia Braunecker
Julia Braunecker
Julia Braunecker
Julia Braunecker
Julia Braunecker
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Bodypainting: Die Lust am Körper-Bemalen

Übrigens: Bereits seit Montag laufen auf dem Festival-Gelände Workshops für Anfänger und Fortgeschrittene, Dienstagabend wurde im Schloss Maria Loretto beim „Body Circus“ getanzt. Am Mittwoch eroberten die lebenden Leinwände die Innenstadt. In 13 Geschäften wurden Models direkt in den Schaufenstern bemalt – eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten.

 

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