KlagenfurtSchüsse, Tritte und Verletzte bei Verhaftung von Drogendealern

Aufsehenerregender Polizeieinsatz im Stadtteil St. Ruprecht. Nach wochenlanger Beschattung wollten Fahnder der Einsatzgruppe zu Bekämpfung der Straßenkriminalität zwei Drogendealer festnehmen.

Beim bosnischen Käufer wurde Kokain (Symbolfoto) sichergestellt © K.K./Polizei
 

Es war ein, in seiner Ausprägung nicht alltäglicher Einsatz der bereits am Freitag der Vorwoche im Klagenfurter Stadtteil St. Ruprecht über die Bühne ging. Wochenlang hatten Angehörige der Einsatzeinheit zur Bekämfung der Straßenkriminalität einen 22-jährigen Asylwerber aus Sierra Leone in Westafrika beschattet. Der Mann steht im dringenden Verdacht, in den letzten Monaten als "U-Boot" einen schwunghaften Handel mit Kokain aufgezogen zu haben.

Am Freitag traf sich der Westafrikaner mit einem Käufer, einem 26-jährigen Bosnier. Der Deal lief vor den Augen der Ermittler in Zivil ab. In dem Augenblick, als die ESG-Kräfte zur Unterstützung von Drogenfahndern des Landeskriminalamtes zuschlugen, eskalierte die Lage. Der Dealer schlug wild um sich und verletzte einen EGS-Beamten unbestimmten Grades. Schließlich gelang es den Einsatzkräften, den 22-jährigen in Handschellen zu legen.

Der Bosnier, er lebt im Bezirk Völkermarkt, dachte nicht ans Augeben. Er legte, owohl ein EGS-Mann in der offenen Fahrertüre stand, bei seinem Wagen den Retourgang ein. Der Fahnder wurde umgerissen, unter der Fahrertüre eingeklemmt und mehrere Meter weit mitgeschleift. Mit Vollgas raste der Bosnier davon. Verfolgende ESG-Angehörige gaben aus den Dienstpistolen zwei Warnschüsse ab, welche den 26-jährigen unbeeindruckt ließen. Erst durch ein Abdrängmanöver gelang es schließlich, den Flüchtenden zu Aufgabe zu bewegen. Er wird auf freiem Fuß angezeigt.

Der Westafrikaner sitzt in der Justizanstalt in Untersuchungshaft. Gegen ihn und Mittelsmänner laufen weitere intensive Ermittlungen.

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