Klagenfurt, FerlachGrippewelle erschwert Räumeinsatz

Nach den heftigen Schneefällen vom Montag sind 190 Mitarbeiter des Magistrates immer noch mit der Schneeräumung beschäftigt.

Die 20 Zentimeter Schnee vom Montag forderten auch gestern noch intensive Aufräumarbeiten in der Landeshauptstadt
Die 20 Zentimeter Schnee vom Montag forderten auch gestern noch intensive Aufräumarbeiten in der Landeshauptstadt © Traussnig
 

Die starken Schneefälle am Montag verlangten dem Räumungsdienst in der Landeshauptstadt und Klagenfurt Land einiges ab. „Bis auf die gesetzliche Ruhezeit waren unsere Mitarbeiter vom Bauhof rund um die Uhr im Einsatz“, sagt Ferlachs Bürgermeister Ingo Appé (SPÖ). Auch in Klagenfurt wurde ohne Pause der Schnee von Straßen, Radwegen und Plätzen beseitigt – und das bei personellem Engpass. „Es gibt viele Krankenstände aufgrund der Grippewelle“, sagt Michael Pirker, Leiter des Winterdienstes der Stadt.

In den vergangenen beiden Tagen räumten über 190 Mitarbeiter der Stadt und 30 Bauern 570 Kilometer Straßen und 110 Kilometer Radwege. Besonders der Schneeschub am späten Montagnachmittag spitzte die Situation in der Landeshauptstadt zu. „Innerhalb von nur einer Stunde sind fünf Zentimeter Schnee gefallen“, sagt Pirker. „Auf einen Schlag waren alle Straßen wieder zu. Das war stellenweise sehr gefährlich, weil unter der neuen Schneedecke noch glatter, festgefahrener Schnee lag.“ Die Mitarbeiter des Magistrats waren bis 22 Uhr damit beschäftigt, die Hauptverkehrsstrecken erneut vom Schnee zu befreien. Danach waren die Nebenstraßen an der Reihe und ab 4 Uhr räumten 50 Straßenreiniger die Übergänge von den Schneemassen frei.

Dächer mussten auch geräumt werden
Dächer mussten auch geräumt werden Foto © Traussnig

Am Dienstag stand im Laufe des Tages das Anstreuen von 100 Kilometer ansteigenden Straßenstücken im Mittelpunkt. Ab 16 Uhr war auch der Streudienst auf den restlichen Klagenfurter Straßen unterwegs. Da es aufgrund des Tauwetters anzunehmen war, dass es nach Einbruch der Dunkelheit anziehen könne. „Wir mussten jetzt 150 Tonnen Salz nachordern“, sagt Pirker. „Vergangene Saison hatten wir nur zwei Schneeeinsätze, heuer waren es schon sechs.“

 

Riesenschneeberg auf dem Benediktiner Markt
Riesenschneeberg auf dem Benediktiner Markt Foto © Traussnig

Auch von Dienstag auf Mittwoch sind in der Landeshauptstadt ab 2 Uhr wieder Straßenarbeiter mit der Räumung beschäftigt. Die Riesenschneeberge in der Stadt werden in eines der ehemaligen Klärbecken bei der Kläranlage gebracht.

Am Montag fielen in Klagenfurt 15 bis 20 Zentimeter Schnee, in Ferlach 30 Zentimeter und im Bodental 50 bis 60 Zentimeter.

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Ein "Hoch" auf die Straßenarbeiter - auch wenn viele sich kaum noch bewegen können...

Mein Nachbar, der Hausverstand behauptet, dass bei den "Schneeräumarbeitern" insbesondere in der Innenstadt auch viele "Frischoperierte" anpacken bzw. eingesetzt werden müssen um mit den Schneemassen fertig zu werden.

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