KlagenfurtFeuerwehrverband kann über SPÖ nicht lachen

SPÖ marschierte mit Originaluniformen bei Wahlkampfauftritt auf. Laut Feuerwehr ein Verstoß gegen die Kleiderverordnung.

Die SPÖ-Fraktion beim Umzug in Waidmannsdorf
Die SPÖ-Fraktion beim Umzug in Waidmannsdorf © SPÖ
 

Der Fasching ist offiziell vorbei, innerhalb der Feuerwehr könnte es aber noch Nachwehen geben. Was nach übermäßiger Alkohol- oder Krapfenzufuhr klingt, hängt aber mit der SPÖ Klagenfurt zusammen. Für den Waidmannsdorfer Faschingsumzug am Samstag hatte man sich von diversen Freiwilligen Feuerwehren und der Berufsfeuerwehr Klagenfurt Uniformen geliehen. Beim Landesfeuerwehrverband hat man damit keine Freude. "Wir haben Vorschriften und Regeln, an die man sich halten muss. In unserer Kleiderordnung ist eine Teilnahme am Faschingsumzug nicht vorgesehen", sagt Oskar Grabner vom Landesfeuerwehrverband.

Das Vorgehen stelle eine Verwaltungsübertretung dar, die theoretisch mit einer Geldstrafe zu ahnden wäre. "Wir können nur an die Feuerwehren appellieren, dass das nicht mehr vorkommt. Verhindern können wir das aber kaum", sagt Grabner. Dass sich das Land gerade im Wahlkampf befinde, sorge zusätzlich für eine unangenehme Optik.

Kritik

Kritik übt auch der Klagenfurter Vizebürgermeister und Feuerwehrreferent Christian Scheider (FPÖ). Informiert wurde er von dieser Aktion nicht. "Die Feuerwehr sollte aus dem Fasching und vor allem aus dem Wahlkampf rausgehalten werden", sagt Scheider. Wenn es zu dieser Zeit zu einem Einsatz gekommen wäre, hätten die Uniformen gefehlt.

Organisiert wurde der maskierte Wahlkampf-Ausflug von der Klagenfurter Stadtpartei. Mit dabei waren unter anderem Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, Nationalrat Philip Kucher und Landtagskandidatin Ruth Feistritzer. "Wir haben uns vorher erkundigt und alle Logos und Dienstgrade überklebt. Dass das ein Problem sein könnte, war uns so nicht bewusst", sagt Bezirksgeschäftsführerin Martina Derhaschnig.

Zudem seien die Uniformen nicht mehr für den Einsatz gedacht gewesen und hätten somit bei im Ernstfall nicht gefehlt. Und darüber hinaus: "Es war nun einmal Fasching."

Kommentare (2)

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Schoko12
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Lachnummer....

...aber eindeutig von den FPÖlern! Sich über sowas im Fasching aufzuregen ist ehrlich lächerlich. Noch dazu wenn überwiegend - oder nur - quasi ausgeschiedene Uniformen getragen wurden.
Werden dann künftig auch Narren in Ärzte(ver)kleidung, Polizeiuniformen, Straßenreinigung... von der FPÖ verfolgt? Weil all diejenigen können ja ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen, wenn die Narren mit deren Gewändern unterwegs sind.
Wie gesagt: Ihr macht euch sowas von lächerlich!!!

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orbil
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Wie einfallsreich!


Und fast so witzig wie der Villacher Fasching.

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