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Zum MuttertagVon der perfekten Mutter

Die Klagenfurterin Verena Enzenhofer, die den beliebten Blog www.mamawahnsinnhochdrei.com betreibt, erzählt hier, was der Muttertag für sie und ihre drei Mädchen bedeutet.

Verena Enzenhofer
Verena Enzenhofer und ihre drei Mädchen © Verena Enzenhofer
 

„Willst du eine perfekte Mutter mit perfekten Kindern sein?“ Der Muttertag lädt mich kurz zum Innehalten ein, denn es ist wirklich erstaunlich, wie sich so vieles im Laufe eines Lebens ändern kann, oder zumindest in meinem. Vor zehn Jahren wäre ich bei dieser Frage hysterisch und schreiend davongelaufen, ohne dabei nach links oder rechts zu blicken. Vieles andere war wichtiger, interessanter, beeindruckender. Doch „Times change“ wie man auf Neu-Englisch so schön sagt – mit meinem ersten Liebling im Bauch und einigen Erziehungsratgebern am Nachtkästchen  hätte vor ein bisschen mehr als sieben Jahren die Antwort folgend gelautet: „Ja! Jaaaaaaaaa, ich will! Ich will es perfekt haben!“ 

So weit, so gut. Zum Glück ist das Leben dazwischen gekommen und es hat mich auf den Boden der Tatsachen geholt. Denn spätestens als ich verzweifelt zwischen dem angebissenen Frühstücksbrot, dem schmutzigen Geschirr vom Vorabend und dem schreienden Baby hin und her gerannt bin, habe ich es aufgegeben. Perfektionismus und das Mama-Sein sind für mich zwei nicht kompatible Wörter, sie sind wie Feuer und Wasser oder Trump und Obama, wenn man es so haben will, sie vertragen sich einfach nicht. Dabei ist es aber egal, ob man ein, zwei oder wie ich, drei kleine Lieblinge hat. 

Verena Enzenhofer
Foto © Verena Enzenhofer

Es geht, was geht und nicht mehr. Und obwohl meine Mutter jedes Mal jammert, wenn sie zu uns kommt, laufe ich meinen Goldschätzen trotzdem nicht hinterher und verstaue minütlich ihr Spielzeug. Wenn es die Zeit zulässt, spiele ich lieber mit und wir räumen am Abend gemeinsam auf und geben dann die Puppe, den Ball und den gesamten Rest wieder zurück. Die Betonung liegt hier jedoch auf gemeinsam. Auch stehen nicht sieben verschiedene Tortenmassen und unzählige Verzierungen in meinem Repertoire. Tja, unter uns: Mit ein bisschen Schoko und Smarties oben geht sogar der relativ simple Becherkuchen als wunderschöne Geburtstagstorte durch. Wir haben das alles schon gehabt und erfolgreich getestet!

Viel wichtiger als das ganze Drumherum wie die perfekte Wohnung, die perfekteste Torte oder die perfekt gebügelte Unterwäsche ist für mich das Lächeln meiner Kinder und die gemeinsame Zeit mit meinen Zuckerpuppen. Den Süßen ist es doch im Grunde egal, wie etwas aussieht, bunt soll es halt sein. Und mit einer glücklichen Mama ist das Leben bestimmt bunter als mit einer perfekten. Das hoffe ich zumindest. Für meine Kinder. Für mich. 

 

Mehr von Verena Enzenhofer und ihren Mädchen finden Sie unter www.mamawahnsinnhochdrei.com

 

 

 

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