Olga Krainer (30), gebürtige Ukrainerin, koordiniert die Sammelstelle des Vereins "Ukrainer in Kärnten" in der Messehalle 2 in Klagenfurt. Nach der zweiten Kriegswoche kamen mehrere Hundert Flüchtlinge nach Klagenfurt. Viele reisen nur mit einem kleinen Koffer an. In der Messehalle können sie die notwendigsten Dinge, wie Kleidung und Hygieneartikel, kostenlos abholen. Noch bis Ende August steht Krainer täglich von 8 bis 17 Uhr in der Messehalle.

"Die Dankbarkeit der Menschen zu sehen, ist das Schönste", sagt die Mutter zweier Kinder. Dafür geht sie an ihre Grenzen. Ohne die Unterstützung ihrer Familie, welche die Buschenschenke Krainer betreibt, wäre die Hilfsleistung aber nicht möglich, denn Krainer hat ein fünf Monate altes Baby. Die Krumpendorferin berichtet über ergreifende Begegnungen, zum Beispiel mit Müttern, die ihre Männer in der Ukraine zurücklassen mussten. Vor Ort versucht das Team, die Betroffenen aufzubauen. "Wir sind positive Seelen und versuchen, Gutes zu tun", sagt Krainer. In Zusammenarbeit mit der Organisation Aspis organisiert der Verein, der vor einem Monat offiziell gegründet wurde, psychologische Unterstützung. Geldspenden werden hauptsächlich in Medikamente und medizinische Geräte für die Ukraine investiert. Viele Firmen haben bereits gespendet. "Bis dato haben wir circa 35.000 Euro zusammen bekommen", ist Krainer zufrieden.

Unterstützung bekommt Krainer unter anderem von dem ukrainischen Arzt Mykhailo Nadvirniak, dem ukrainischen Konsul in Klagenfurt, Nils Grollitsch und Maximilian Aichlseder, Geschäftsleiter des Autohauses Aichlseder.

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