Warnung der PolizeiErpressung per E-Mail: Betrüger fordern Zahlung

Wurde ich gehackt? Aktuell nehmen Betrüger per E-Mail mit zahlreichen Kärntnern Kontakt auf. Sie fordern Bitcoin-Zahlungen und drohen damit – im Fall der Nichtbezahlung – Nacktfotos oder Daten zu verbreiten.

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Vor Internetbetrügern kann man sich schützen © weixx - stock.adobe.com
 

Wurde ich gehackt? Diese Frage stellt sich derzeit nicht nur eine Villacherin. Die 57-Jährige erhielt am Mittwoch um 2 Uhr von ihrer eigenen Mailadresse eine Nachricht, wonach ihr E-Mail-Account gehackt wurde. Der Unbekannte gab an, er habe nun vollständigen Zugriff auf ihre Daten, Nachrichten, Korrespondenzen sowie auf die Funktion der Kamera und des Mikrofons ihres Computers. Die Frau wurde aufgefordert, binnen 48 Stunden 1300 Euro an eine Bitcoin-Adresse zu überweisen. Falls dem nicht entsprochen werde, werden sämtliche Daten veröffentlicht. Die Dame überwies den geforderten Betrag nicht und erstattete Anzeige.

Aktuell treten Betrüger per E-Mail mit Personen im ganzen Land in Kontakt, wobei die Mails mit der E-Mail-Adresse des Opfers als Absender dargestellt werden, informiert die Polizei. Die Opfer werden von diesen zu Bitcoin-Zahlungen genötigt. Im Falle der Nichtbezahlung wird angedroht, Fotos bzw. Videos der Opfer mit sexuellem Inhalt zu verbreiten.

Nicht reagieren!

Die Polizei rät dringend davor ab, auf diese Nachrichten zu reagieren und Zahlungen zu leisten. Als präventive Maßnahmen zur Abwehr solcher Straftaten empfiehlt die Kriminalprävention:

•  Wählen Sie sichere Privatsphäre-Einstellungen in sozialen Netzwerken. Je weniger von Ihrem Profil öffentlich einsehbar ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, in das Visier von Erpressern zu geraten. Über die Internetadresse https://www.saferinternet.at/privatsphaere-leitfaeden/ erhalten Sie entsprechende Anleitungen dazu.

•   Mit dem HPI Identity Leak Checker https://sec.hpi.de/ilc können Sie mithilfe Ihrer E-Mail-Adresse prüfen, ob Ihre persönlichen Identitätsdaten bereits im Internet veröffentlicht wurden. Per Datenabgleich wird kontrolliert, ob Ihre E-Mail-Adresse in Verbindung mit anderen persönlichen Daten (z. B. Telefonnummer, Geburtsdatum oder Adresse) im Internet offengelegt wurde und missbraucht werden könnte.

Sofort Polizei verständigen

Bei verdächtigen Wahrnehmungen sofort die Polizei (Notruf 133 oder Euronotruf 112) verständigen. Die zuständige Polizeiinspektion und die Kriminalprävention (059133/203750) des Landeskriminalamtes stehen Ihnen gerne und kostenlos zur Verfügung.

 

Kommentare (1)
merlin667
0
2
Lesenswert?

Habe auch die Mails bekommen

Was mir aufgefallen ist: ich hatte in dem Zeitraum mehrfach Warnungen von Facebook, Microsoft, das jemand sich von irgendwo aus der Welt in mein Konto angemeldet hat bzw das ein Wiederherstellungspasswort angefordert wurde zu einer Zeit, zu der ich schlief. Möglicherweise waren meine Passwörter in einer geleakten/ gehackten Datenbank enthalten.
Wichtig ist in diesem Fall:
- Ruhe Bewahren (war bei mir leicht, da ich keine Kamera und kein Microfon auf dem PC habe ;) )
- Alle Passwörter ändern von Email accounts, sozialen medien, Onlineshops... (am besten mittels generierter Passworter und einem vertrauenswürdigen Passwortmanager)