Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Voting "Köpfe des Jahres"Wer wird Kopf des Jahres in der Kategorie Junge Talente?

Für Musik, Sport & Süßes haben sie eine besondere Gabe. Diese jungen Klagenfurter und Villacher stellen sich der „Köpfe des Jahres“-Wahl.

Von links: Daniel Straßer und Jakob Schwann, Alisa Fessl, Rosa Donner, Daniel Poschinger und Helene Schön © KLZ/Montage
 

Klagenfurt und Villach erweisen sich als guter Boden für die Entwicklung junger Talente. Besonders diese fünf Persönlichkeiten, die sich in diesem Jahr in den Bereichen Sport, Patisserie und Musik ausgezeichnet haben. Sie wurden als „Junge Talente“ für die Wahl „Köpfe des Jahres“ nominiert.

Die junge Klagenfurterin Rosa Donner (17) feiert als Seglerin beachtliche Erfolge. Sie ist mehrfache Jugendmeisterin, belegte zahlreiche Podestplätze bei internationalen Regatten und trainiert bereits mit dem Nationalteam in Kroatien. Trotz aller Covid-19-Einschränkungen konnte Donner mehr als 140 Wassertage in diesem Jahr absolvieren. Donner hatte sich mit Partner Sebastian Slivon einen Startplatz in der Weltmeisterschaft in San Remo gesichert. Diese wurde allerdings abgesagt. Beide segeln in der olympischen Bootsklasse 470er. Ihr großes Ziel ist die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris.

Rosa Donner Foto © KK/Martin Steinthaler | tinefoto.co

Eine "wilde Hummel" aus Villach

Alisa Fessl ist das, was man umgangssprachlich als „wilde Hummel“ kennt. Die Villacherin fliegt mit ihrem Skateboard durch die Luft. 2019 und 2020 krönte sich Fessl zur Staatsmeisterin in der Disziplin „Park“. Charakteristisch dafür sind rasante Geschwindigkeiten, hohe Sprünge und Tricks in Halfpipes und Pools. Die 19-Jährige hat das Potenzial, um an den Olympischen Spielen teilzunehmen. „In den vergangenen Jahren habe ich in Villach am Wasenboden trainiert“, verrät Fessl. Seit Juni hat sie zusätzlich ihre Zelte in Innsbruck und Umgebung aufgeschlagen. Dort steht die beste Halle Österreichs. Um sich das Skateboarden leisten zu können, braucht es ein zweites Standbein. Das hat das Ausnahmetalent bei der Polizei gefunden. Fessl startete in Graz die Ausbildung.

Alisa Fessl Foto © Privat

Musikvideo für US-Rapper produziert

Post von einem berühmten Star bekommt man nur selten: Daniel Poschinger (26) traute seinen Ohren nicht, als sein Handy läutete und der US-Rapper Aloe Blacc („I Need A Dollar“) ihn bat, das Musikvideo für seinen neuen Song zu gestalten. Der Rapper hatte seine Designs auf Instagram entdeckt. Im Rahmen seiner Welttournee trafen sich die beiden in Wien. Dort knipste Poschinger 300 Fotos vom Musiker, um eine realitätsgetreue 3D-Nachbildung zu kreieren. In den darauffolgenden vier Monaten erstellte er im Alleingang das Musikvideo, das weltweit bei Fachleuten in der Designerszene für Aufmerksamkeit sorgte. Gleich drei Mal wurde Poschinger 2020 für sein Kunstwerk ausgezeichnet, unter anderem erhielt er einen Award für die „Best Student Work“ bei den LA Music Video Awards. 2021 ist eine weitere Zusammenarbeit mit Aloe Blacc geplant. Außerdem steigt Poschinger in das 3 D-Studio formlos.at in Wien ein. „Das wird spannend“, freut sich der Master-Student.

Daniel Poschinger Foto © Privat

Ihre Fantasie ist "uferlos"

Zahlreiche Veranstaltungen fielen 2020 coronabedingt ins Wasser. Das wollten Jakob Schwann (20) und Daniel Straßer (21) nicht so hinnehmen. Die beiden organisierten mit ihrer Agentur „Alive Events“ das „Uferlos“-Festival, bei dem eine Wasserskiplattform zur Konzertbühne im Wörthersee wurde. Das Publikum saß in Booten, auf Luftmatratzen oder auf Surfbrettern – und somit in sicherem Abstand zueinander. Eine Fortsetzung im Jahr 2021 ist geplant. Obwohl die Studenten in Wien leben, ist es ihnen eine „Herzensangelegenheit, Veranstaltungen in Klagenfurt zu gestalten“, so Straßer. „Für junge Menschen gibt es hier zu wenig.“ Ins Rampenlicht rückten die Klagenfurter auch schon den Lendhafen: Dort organisierten sie zum Jahreswechsel ein familiäres Silvesterprogramm. Der Erlös der Neujahrswünsche floss in die Kinderkrebshilfe.

Jakob Schwann (links) und Daniel Straßer Foto © Privat

Schöne Tortenfee

Die 19-jährige Villacherin Helene Schön belegte beim Falstaff Young Talent Wettbewerb im Herbst den hervorragenden zweiten Platz mit einem eigens kreierten Dessert. Teilgenommen haben Kochtalente aus Deutschland, Schweiz und Österreich. Die gebürtige Innsbruckerin besucht derzeit die Kärntner Tourismusschule in Warmbad Villach. „Ich möchte auch später in der Gastronomie bleiben. Mal schauen, wo es mich hintreibt“, freut sich Schön auf ihre Zukunft. Einstweilen zeigt sie ihre kunstvollen Torten und Desserts auf ihrem Instagram-Kanal. Ihr süßes Geheimnis? „Ein Dessert braucht auch Säure. Eine Nachspeise ist nicht gut, wenn sie nur süß ist“, sagt Schön.

Helene Schön Foto © falstaff/werner Krug

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!
Kommentieren