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Kindheitserinnerungen an das Abstimungsgedenken". . . und in der vierten Strophe folgt dann die emotionale Watschn"

Fetzen einer Kindheitserinnerung an den 10. Oktober, die feierliche Umrahmung und das Kärntner Heimatlied.

Das Kabarettduo RaDeschnig wurde gerade mit dem Österreichischen Kabarettpreis ausgezeichnet © (c) Stefan Grauf-Sixt
 

Der Gedenktag der Kärntner Volksabstimmung ist für ein Mitglied der örtlichen Blaskapelle streng durchgetaktet: Tracht anziehen, Klarinette auspacken und mit Links einen Fackelumzug anführen, was dem „Spielmannsgruß“ die nötige Seriosität und der jungen Klarinettistin eine Ahnung von Macht verleiht. Vom eigenen Triller als zuverlässiges Störgeräusch begleitet marschiert die Festgemeinde wacker der „Großen Wende“ hinterher und landet schließlich im offiziellen Teil der Feierlichkeiten, für einen selbst auch bekannt unter: Stehen und frieren. Eingerahmt zwischen glitzernden Goldhaubenfrauen, rüstigen Fahnenschwingern und von brennenden Fackeln beleuchtet führen die Festredner einen tapferen Kampf gegen die erbarmungslose Außenakustik. Das Wort „Heimat“ fällt sicherheitshalber derart oft, dass selbst der antiquiertesten Zuhörerschaft die frohe Botschaft zu Teil wird: Hier geht es um Exklusivität, Halleluja!

Kommentare (4)

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HerbertStoeckl
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die Beiden

Sind geistig Kinder geblieben.

robertpustritz
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Ich weiß nicht,

wann die zwei das letzte Mal bei einer 10. Oktoberfeier waren, aber so läuft das Ganze nicht mehr ab. Die Volksabstimmung war ziemlich die erste demokratische Wahl bei uns und es hat ein Ergebnis gegeben das akzeptiert wurde. Solche Artikel sorgen dafür, dass weiter gestritten wird.

wjs13
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So ein geschichtsverfälschender Unsinn der zur Zeit, auch in der Kleinen betrieben wird

wenn man sich ständig für den Ausgang der Volksabstimmung entschuldigt, als ob nicht die Slawen, sondern die Deutschkärntner die Aggressoren gewesen wären.
Ich bin stolz auf meinen windischen Großvater der, entgegen den Anordnungen der roten Wiener Rennerregierung, dem Aufruf folgte und seine Heimat Kärnten mit der Waffe in der Hand gegen die slawischen Invasoren verteidigte und mit Blut an der Karawankengrenze mitschrieb.
Die wichtige 4. Strophe darf nicht hinterfragt werden, denn sie ehrt jene die im Abwehrkampf ihr Leben ließen.

hewinkle10
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Nestbeschmutzer

Gerade heute, wo in Europa die harte Grenze keine Rolle mehr spielt kann man doch mit Leichtigkeit unsere schöne Heimat annehmen und akzeptieren. Und zwar alle, bis in den letzten Winkel zum Grenzstrich sind Kärntner und Österreicher. Nicht Slowenen, auch wenn sie slowenisch sprechen. Alle sind Österreicher und können sich glücklich schätzen, dass sie Österreicher sind und dass es ihnen in Österreich gut geht. Viell besser als andereswo. Auch besser als im ehemaligen Jugoslawien oder im heutigen Slowenien. Es ist total ok, dass man sich dessen bewusst ist und bewusst wird. Dass man sich am 10. Oktober die meisten Menschen, die slowenischsprechenden, dafür entschieden haben Österreicher zu sein und zu bleiben. Dafür muss man den Feiertag nicht ins Lächerliche ziehen. Soviel Heimatliebe ist was schönes, dazu kann man selbstbewusst stehen. Egal wie jeder einzelne den Feiertag begeht.