Lehren aus der Corona-KriseIV-Vizepräsident: „Industrie muss zurück nach Europa“

Otmar Petschnig, Klagenfurter Unternehmer und Vizepräsident der Industriellenvereinigung, über Teamgeist in der Krise und das Tempo, das Corona vorgibt.

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KR Mag. Otmar Petschnig Vizepräsident der Industriellenvereinigunggeschäftsführender Gesellschafter der Fleischmann & Petschnig Dachdeckungs GmbH Klagenfurt
KR Mag. Otmar Petschnig Vizepräsident der Industriellenvereinigunggeschäftsführender Gesellschafter der Fleischmann & Petschnig Dachdeckungs GmbH Klagenfurt © (c) Weichselbraun Helmuth
 

Vor zwei Wochen sagte Bundeskanzler Kurz: ,Bald wird jeder von uns einen Menschen kennen, der an Corona gestorben ist.‘ Ein Industrieller meinte unlängst: ,Noch früher hat jeder einen Arbeitslosen in der Familie.‘ Wie viele Menschen mussten Sie kündigen?
Otmar Petschnig: Kündigen in dem Sinn nicht. Wir konnten 40 Mitarbeiter, die eine Einstellungszusage haben, nach dem Winter noch nicht wieder in den Betrieb nehmen. Sie sind derzeit noch beim AMS gemeldet, weil es Verzögerungen auf Baustellen wegen anderer Gewerke gibt. Und wir mussten einen Teil der Angestellten in Kurzarbeit schicken. Aber wir können über weite Strecken arbeiten, haben die Betriebe getrennt, um Ansteckungen zu verhindern. Viele Bekannte mussten ihre Unternehmen völlig sperren oder sie wurden gekündigt, weil sie nicht arbeiten dürfen. 500.000 Arbeitslose spürt man, wirtschaftlich ist das definitiv eine extrem harte Zeit.

Kommentare (1)
crawler
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Naja Herr Vizepräsident.

Bei der Industrie wie auch sonst in Unternehmen geht ja um Maximierung von Gewinnen. Ob sich das mit den Löhnen in Europa auch machen lässt ist fraglich.