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Langzeit-StatistikDie Luft über Kärnten wird sauberer

Deutlicher Rückgang bei Luftschadstoffen und Treibhausgasen in den vergangenen 20 Jahren. Feinstaub bleibt in Kärnten ein Problemfeld.

Auch hier in der Völkermarkter Straße in Klagenfurt wird die Luftgüte gemessen
Auch hier in der Völkermarkter Straße in Klagenfurt wird die Luftgüte gemessen © KLZ/Helmuth Weichselbraun
 

Das ist einmal eine Langzeitstatistik, die im wahrsten Sinne des Wortes für Aufatmen sorgt: Zwischen 1995 und 2016 haben sich in Österreich die Emissionen von Luftschadstoffen und Treibhausgasen stark reduziert. Wie aktuelle Daten der Statistik Austria zeigen, gab es die höchsten Rückgänge bei Schwefeldioxid (minus 68,3 Prozent), Kohlenmonoxid (– 38,1 Prozent) und Methan (– 31,3 Prozent) aber auch bei Feinstaub PM10 (– 19,1 Prozent.) In den letzten fünf Jahren hat sich die Verringerung aber deutlich eingebremst.

Auch in Kärnten geht der Ausstoß von Schadstoffen zurück, vor allem bei Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid, sagt Harald Tschabuschnig, Leiter der Umweltabteilung des Landes Kärnten. „Industriebetriebe, etwa in Arnoldstein oder Mondi im Lavanttal, haben sehr viele Maßnahmen gesetzt, die Wirkung zeigen.“ Zudem hat sich der Austausch alter Heizungsanlagen, angestoßen durch Förderungen, positiv bemerkbar gemacht. „Dass immer mehr Fernwärmeanlagen entstehen, hilft uns auch, die Emissionen zu reduzieren“, betont Tschabuschnig.

Die Luftgüte wird in Kärnten an rund 25 Messstellen aufgezeichnet, aktuelle Daten können hier online abgerufen werden. Die Regionen Klagenfurt und Lavanttal zeigen sich derzeit „gering belastet“ (1b) alle anderen Regionen „sehr gering belastet“ (1a).

Feinstaubwerte nahe an der Grenze

Nicht ganz so erfreulich ist die Entwicklung beim Feinstaub. Die Belastung hat sich in den letzten drei, vier Jahren kaum verändert. „An 20 bis 25 Tagen pro Jahr werden die Tagesgrenzwerte von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter im Tagesmittel überschritten“, sagt Tschabuschnig. Laut dem österreichweiten Immissionsschutzgesetz-Luft sind jährlich 25 Überschreitungen zulässig. Die Jahresmittelwerte liegen deutlich unter den Grenzwerten.

Von Feinstaub betroffen sind vor allem das Lavanttal und das Klagenfurter Becken – aufgrund der topografischen Bedingungen und Inversionswetterlagen im Winter. In Klagenfurt und dem Lavanttal ist der Individualverkehr ein großes Thema, in Ebenthal der Hausbrand. Um die Belastung nicht ansteigen zu lassen, bleiben Maßnahmen wie der „Luft-Hunderter“ auf der Klagenfurter Nordumfahrung aufrecht. Angesetzt wird zudem beim Winterdienst (Feinstaubkleber etc.).

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