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Schatzkiste KärntenMinisterium greift ein: Fehlerhaftes Schulbuch wird ausgetauscht

In dem Sachunterrichtsbuch gibt es zahlreiche Fehler. Diese seien passiert, nachdem der Verlag das Buch dem Ministerium vorgelegt hat, sagt eine Ministeriumssprecherin. Verlag prüft Vorwürfe.

Die "Schatzkiste" hat vorerst ausgedient
Die "Schatzkiste" hat vorerst ausgedient © PRIVAT/KK
 

Die Kärnten-Ausgabe der "Schatzkiste" wird aus dem Verkehr gezogen. Das hat am Dienstag Annette Weber, Sprecherin des Bildungsministeriums, angekündigt. In dem Sachunterrichtsbuch, das in 3. und 4. Volksschulklassen zum Einsatz kommt, gibt es zahlreiche Fehler, wie Team Kärnten-Obmann und Landtagsabgeordneter Gerhard Köfer aufgezeigt hat.

So lebt etwa der 2014 verstorbene Sänger Udo Jürgens in dem 2016 gedruckten Buch noch. Der Maler "Herbert Böckl" wurde 1894 in Klagenfurt geboren, starb laut "Schatzkiste" aber schon 1866 in Wien. Herbert Boeckl, so die richtige Schreibweise, ist 1966 verstorben. "Das sind nur zwei, besonders peinliche Fehler", sagt Köfer. "Das ganze Buch strotzt nur so von Fehlern."

Nach Bekanntwerden dieser Leistungsschwächen  hat das Bildungsministerium umgehend mit dem zuständigen Verlag Kontakt aufgenommen. Dieser wird die fehlerhafte Auflage austauschen und eine überarbeitete Fassung vorlegen, so Ministeriumssprecherin Weber. Der Verlag wird weiters all jene Schulen, die dieses Buch angeschafft haben, über den Vorfall informieren und den flächendeckenden Austausch veranlassen.

Andere Fassung vorgelegt

Dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung wurde jene fehlerhafte Fassung, die nun verwendet wurde, nicht vorgelegt, sagt Weber. Im Rahmen der Approbation des Buches war den zuständigen Stellen des Ministeriums eine andere Fassung übermittelt worden.

Auch hat es der Verlag verabsäumt, für seine Neuauflage entsprechende Aktualisierungen vorzunehmen. Das Bildungsministerium hat den Verlag bereits zu Gesprächen geladen, um zu klären, wie es zu diesem Zwischenfall kommen konnte und welche Schritte zukünftig seitens des Verlages gesetzt werden müssen, um derartige Vorfälle zu vermeiden.

Verlag lässt Buch neu lektorieren

Man nehme die Kritik natürlich Ernst und werde die angesprochenen Themen Punkt für Punkt prüfen und falls nötig entsprechende Konsequenzen ziehen, sagt Regine Meyer-Arlt, Referentin für Unternehmenskommunikation in der Georg Westermann Verlagsgruppe in Braunschweig (Deutschland). Zu dieser gehört auch der E. Dorner-Verlag, der die "Schatzkiste" herausgegeben hat. "Wir lassen den Titel aber schon jetzt neu lektorieren und werden alle Schulen, an denen die „Schatzkiste“ zum Einsatz kommt, kostenfrei mit der Neuauflage beliefern", sagt Meyer-Arlt.

Kommentare (1)

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cathesianus
0
3
Lesenswert?

Keine anderen Probleme??

Gibt es in der Schule, im Land keine anderen Probleme? Was das wieder kostet! Zudem wage ich zu behaupten, dass Herr Köfer, der sich jetzt derart darüber echauffiert, die Fehler bestimmt nicht selbst bemerkt hat!

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