Projektverzögerung befürchtetRechnungshof schlägt wegen Warnzentrale Alarm

Kritik an Umsetzung der neuen „Landesalarm- und Warnzentrale“. Es geht zu langsam voran.

Der Landesrechnungshof warnt vor den Gefahren der veralteten Technik
Der Landesrechnungshof warnt vor den Gefahren der veralteten Technik © KLZ/Jürgen Fuchs
 

Der Landesrechnungshof (RH) hat das Großvorhaben „Landesalarm- und Warnzentrale“ ins Visier genommen. Sie soll künftig gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Klagenfurt und der Hauptfeuerwache Villach als eine gemeinsame technische Plattform zur Notrufannahme, Alarmierung, Mobilisierung und Unterstützung von Einsatzkräften sowie zur Warnung der Bevölkerung dienen. Zu den drei Leitstellen sollen sich acht weitere Bezirksalarm- und Warnzentralen gesellen. Dadurch können größere Schadensereignisse effizient im Verbund bewältigt werden.

Nach Angaben des Rechnungshofes stammt die aktuelle Infrastruktur des Systems aus den Jahren 1989 bis 1991 und ist technologisch überaltert. Es wird bezweifelt, dass die neue Zentrale wie angekündigt bis zum Jahresende fertiggestellt wird. "Trotz der bereits zu Projektbeginn festgestellten Dringlichkeit erfolgte keine zügige und zielgerichtete
Projektabwicklung, wodurch die Umsetzung des Projekts bis Jahresende 2018 gefährdet ist.

Das Landes-Immobilien-Management, das mit der Projektumsetzung betraut wurde, rechnet mit Kosten von 9,5 Millionen Euro. RH-Direktor Günter Bauer: „Mit den Städten Klagenfurt und Villach sollten so schnell wie möglich Verhandlungen um die anteilige Kostenübernahme geführt werden.“

Aus dem Büro des Feuerwehrreferenten Daniel Fellner (SPÖ) heißt es, dass man das Projekt europaweit ausschreiben habe müssen. Und das brauche seine Zeit. Außerdem habe man die Kosten von knapp zwölf Millionen Euro auf 9,5 Millionen reduzieren können. Büroleiter Johannes Lutnik rechnet mit dem notwendigen Regierungsbeschluss bereits am 22. Mai.

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