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KlagenfurtSchüler bauen Kirchenschiff für Gottesdienste am Wörthersee

Das evangelische Kirchenschiff wird im Sommer vor den Wörtherseeorten anlegen, um Gottesdienste zu feiern.

Unter der Stadiontribüne arbeiten die Floßbauer auf Hochdruck: Die Schiffstaufe soll am 24.Juni erfolgen © Benedikt
 

Die Reformation vor 500 Jahren ist für die Evangelischen nicht nur ein historisches Ereignis, sondern auch die Ermutigung dazu, immer wieder neue Wege zu suchen, die Freude Gottes weiterzutragen.“ So erklärt der Klagenfurter Pfarrer Lutz Lehmann seine Idee, in den Sommermonaten ein Kirchenschiff zu den Wörthersee-Gemeinden zu schicken, um dort Gottesdienste und Andachten anzubieten. Als Partner hat er vier Schüler der Klagenfurter HTL an der Lastenstraße gefunden, drei Maschinenbauer und einen Elektrotechniker. Sie haben das Kirchenschiff als Matura-Projekt ausgewählt. Als Pfarrer Lehmann mit dem Vorschlag an die Schule kam, waren sie sofort begeistert.

Wir haben die vier Floßbauer unter der Westtribüne des Wörthersee-Stadions getroffen, wo sie an der Realisierung arbeiten. Die „Bodenplatte“ kann man bereits erkennen. Sie wird aus Aluminium-Profilen zusammengeschraubt, in deren Zwischenräumen Schwimmkörper montiert sind. Ein Elektromotor, von Solaranlagen gespeist, sorgt für den Antrieb. Zehn Personen finden auf dem Schwimmkörper Platz. Pfarrer, Chor und Ministranten.

Auf 20.000 Euro hatte das Projektteam die Baukosten geschätzt, mittlerweile sind es 34.000 geworden. Aber die sind auch schon finanziert, denn Pfarrer Lehmann hat sich als Meister des Spendensammelns erwiesen. Die Stadt Klagenfurt hat den Bauplatz im Stadion zur Verfügung gestellt und wird auch für den Transport des Floßes an den Wörthersee sorgen. Der ist wegen der Breite des Schwimmkörpers (vier Meter) sehr aufwändig und muss auf der Straße erfolgen, weil die Brücken des Lendkanals zu niedrig sind. Die vier HTL-Schüler beschäftigen sich schon seit Monaten intensiv mit „ihrem“ Floß.

So soll das Kirchenschiff am Ende aussehen Foto © Privat

Lucas Pirker spricht für seine Kollegen: „Die Vorbereitung war die schwierigste Phase. Denn wir mussten uns in das Thema Schiffsbau erst einlesen.“ Dann stellte sich das Problem der Materialbeschaffung. Dank Internet fand man nördlich von Hamburg einen geeigneten Lieferanten. Jetzt drängt die Zeit. Denn am 24. Juni soll im Lendhafen die Schiffstaufe („Rose des Wörthersees“) stattfinden. Und „nebenbei“ müssen sich die Schiffsbauer ja auf die bevorstehende Matura vorbereiten.

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