AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Klagenfurt

"Wir haben bereits jetzt zu viele Leerstände in der Stadt"

Keine neuen Geschäftsflächen, fordern die Innenstadt-Kaufleute. Kastner & Öhler pocht weiterhin auf seinen Wunschstandort in der Nachbarschaft der City Arkaden.

Die Kaufleute fürchten ein Geschäfte- sterben in der Innenstadt
Die Kaufleute fürchten ein Geschäfte- sterben in der Innenstadt © Helmuth Weichselbraun
 

Rund 20.000 Quadratmeter Geschäftsflächen stehen in der Landeshauptstadt leer, davon 10.000 Quadratmeter in der Innenstadt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Beratungsagentur Cima. Diese Zahl ist eines der Argumente, die die Innenstadt-Kaufleute in ihrem Protest gegen den geplanten „Kastner & Öhler“-Standort ins Feld führen.

„Deshalb sind wir dagegen, dass in der Waaggasse neue Geschäftsflächen entstehen“, sagt Cornelia Hübner, Sprecherin der Interessengemeinschaft Fußgängerzone. Dazu kommt, dass es bisher bereits 0,5 Quadratmeter Textilgeschäftsfläche pro erwachsenen Einwohner in Klagenfurt gibt. Im einkommensstärkeren Salzburg sind es hingegen nur 0,3 Quadratmeter. Darüber hinaus ist die unmittelbare Nähe zu den City Arkaden den Unternehmern ein Dorn im Auge.

„Von den 270 Millionen Euro Umsatz, die im Einzelhandel pro Jahr in Klagenfurt erwirtschaftet werden, entfallen 37 Prozent auf die City Arkaden“, nennt Kaufmann Herbert Reiner weitere Zahlen. Käme Kastner & Öhler noch dazu, würde noch mehr Umsatz in diesem Gebiet gebündelt werden. Das würde ein Geschäftesterben und damit einen Wegfall von Arbeitsplätzen auslösen, fürchten die beiden. Gemeinsam mit rund 40 Kollegen und Hausbesitzern haben sie nun bei Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) vorgesprochen, um diese Einwände zu deponieren. Ein weiteres Gespräch ist geplant. Unabhängig davon meldet sich nun auch Heimo Kramer, Mitglied des Vorstandes der Zentralvereinigung der Architekten, zu Wort: „Städteplanerisch würde die Stadt in eine Schieflage durch dieses Projekt kippen.“

Nichtsdestotrotz scheint Kastner & Öhler am Wunschstandort festzuhalten. „Wir möchten nach Klagenfurt. Doch wir sehen uns durch die Argumente der Kaufleute in unserer Standortwahl bestätigt“, sagt „Kastner & Öhler“-Vorstand Martin Wäg.

BETTINA AUER

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

tturbo
0
1
Lesenswert?

Von Konzernen nicht erpressen lassen.

Wenn man die Innenstadt beleben will, ist der Wunschstandort von Kastner wohl der Falsche.

Antworten
kumpale
1
3
Lesenswert?

Zuerst Arbeitsplätze in Klagenfurt sichern und dann kann man über solche Betriebe reden!

Wenn sie nicht dahin ziehen wollen wo es Städteplanerisch am besten wäre, dann soll dieser Betrieb bleiben wo er ist!
Das kann doch nicht sein das sich jeder große Betrieb sich das richten kann wie er will!

Antworten
plhwukcs44aymsmbcxcx50fqcx44h5xp
1
2
Lesenswert?

Der Leerstand besteht wegen mangelnder Standortattraktivität bei zu hohen Mietpreisen. Es ist den Eigentümern der Liegenschaften also lieber diese leerstehen zu lassen als günstiger zu vermieten - das Spiel von Nachfrage und Angebot funktioniert da also nicht.

Antworten
ovidiu
1
1
Lesenswert?

Wozu neue Frequenzbringer?

Soll der Kastner sich doch auf die 17 leeren Geschäfte in der Bahnhofstraße aufteilen:)

Keines der leer stehenden Geschäfte wird gefüllt werden, wenn Kastner nicht nach Klagenfurt kommt. Der Neid ist ein Hund, wie man so treffend sagt....

Antworten