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Fusion

Posojilnicas und Zveza Bank fusionieren zu einer Regionalbank

Der Raiffeisen-Solidaritätsfonds stützt die Banken mit sechs Millionen Euro. Die Zveza Bank schrieb im Jahr 2014 einen Verlust von 11,8 Millionen Euro.

Die Zveza Bank schrieb 2014 einen Verlust in Höhe von 11,8 Millionen Euro © Weichselbraun
 

„Wenn man jetzt nicht handeln würde, hätte man spätestens in zwei Jahren eine ausgewachsene Pleite“, macht ein Insider klar, dass die Umstrukturierungen, die in den letzten Wochen still und diskret im slowenischen Genossenschaftssektor beschlossen wurden, unter Hochdruck passierten. Im Geschäftsjahr 2014 schrieb die Zveza Bank 11,8 Millionen Euro Verlust – und das bei einer Bilanzsumme von 339 Millionen Euro. Jetzt zog Vorstand Felix Wieser ein lange vorbereitetes Reformkonzept aus der Schublade und krempelt den Sektor völlig um.

Bis zum Jahr 2016 werden das Spitzeninstitut Zveza Bank und die sieben quer über Südkärnten verteilten Posojilnica Banken zu einer Regionalbank fusionieren. „Wir haben Strukturen, die über 140 Jahre gewachsen sind, diese können wir mit diesem Schritt beseitigen. Statt 16 Geschäftsführern gibt es dann nur zwei oder drei, statt acht Buchhaltungsabteilungen nur mehr eine“, sagt Wieser. Dass die Zveza damit ihren Status als zehnte Landesbank innerhalb des Raiffeisen-Sektors einbüßen wird, gilt als ausgemacht.

Probleme der Posojilnica Ferlach

Der Grund für die Finanz-Probleme: Das Auslandsgeschäft der Zveza in Slowenien und Kroatien, aber auch Probleme der Posojilnica Ferlach. Die Auslandsfilialen will man schließen, das Slowenien-Geschäft von Kärnten aus betreuen, das Kroatien-Geschäft wird aufgegeben.
Um den finanziellen Engpass, den die Erfüllung der Eigenkapitalvorschriften mit sich bringt, schaffen zu können, hat man auch den Raiffeisen-Solidaritätsfonds angerufen. Insgesamt sechs Millionen Euro werden fließen, „das ist nur fair, schließlich haben wir auch jahrelang eingezahlt“, sagt Wieser. Am Ende solle es ein gestärktes Institut geben, hofft Wieser. Die Bilanzsumme würde dann bei 650 Millionen Euro liegen.

Neues Management

Auf der operativen Ebene hat sich die Zveza bereits neu aufgestellt. Mit Kristijan Schellander hat man einen erfahrenen Wiener Banker geholt, Annemarie Samonig zuvor bei der Posojilnica Gailtal und Lorenz Kumer von der Posojilnica Bleiburg komplettieren das Management.

THOMAS CIK

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