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Kärnten

Weiter volles Rohr bei Hobas

Der Rohrsystem-Hersteller Hobas will den Standort in Klein St. Paul sichern und dementiert Pläne für Kündigungen. In Brünn wurde ein Werk geschlossen, in Bukarest wird ausgebaut.

© KK/Hobas
 

Das Gerücht hält sich im Görtschitztal schon seit einem Jahr. 15 bis 20 Mitarbeiter bei Hobas, Erzeuger von GFK-Rohren, Kunststofftanks und Schächten in Klein St. Paul, sollen vor der Entlassung stehen. Offiziell bestätigt wurde das nie, auch Hobas-Geschäftsführer Harald Slamanig dementiert im Gespräch mit der Kleinen Zeitung: "Wir planen keine Entlassungen. Hobas-Süd hat ein Werk in Brünn (Tschechien) geschlossen und investiert eine Million Euro in einen Werkausbau in Bukarest. Derzeit werden rumänische Mitarbeiter am Standort Klein St. Paul eingeschult. Das sind lauter Maßnahmen die Arbeitsplätze in Österreich sichern" sagt Slamanig. Er legt Wert darauf festzuhalten, dass bei Hobas keine Leiharbeiter beschäftigt werden, dass der Konzern bemüht ist, alle eigenen Arbeitnehmer langfristig zu halten und zu expandieren.

"Wir sind in Rumänien und Bulgarien sehr erfolgreich unterwegs und halten im Alpen-Adria-Raum große Marktanteile. Kärnten und Österreich wären für uns als Markt alleine zu klein", sagt Slamanig. Fedor Drausnik, Sales-Manager für den Alpen-Adria-Raum bestätigt: "Wir sanieren und bauen kommunale Kanalisations- und Entwässerungssysteme im ehemaligen Jugoslawien. Das sind umweltfreundliche Projekte, die von der EU gefördert werden, die uns für die nächsten 20 Jahre auslasten können."

Slamanig sieht die Zukunft der Arbeitsplätze als gesichert: "Wir haben in den letzten Jahren 15 Millionen Euro in den Standort Klein St. Paul investiert. Das Technologiezentrum der Hobas-Gruppe ist hier am Standort", argumentiert Slamanig.

Ziel der Firmenleitung sei es, trotz hoher Steuerlast die Arbeitsplätze im Görtschitztal zu sichern. Hobas beschäftigt als Spezialist für Nischenprodukte im GFK-Rohrbereich aktuell 130 Menschen in Klein St. Paul und 50 Mitarbeiter in der Konzernzentrale in Klagenfurt. Die Hobas-Gruppe-Süd ist neben Wietersdorfer der wichtigste Arbeitgeber in einer Abwanderungsregion und erzielt 50 Millionen Euro Jahresumsatz.

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