Rauchmelder fehlten: Frau starb bei Brand

Nach Unglück in Klagenfurter Wohnung im Vorjahr prüfen nun die Gutachter.

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Sonntag, 7. Juli 2013: In einer Wohnung der Immobilienverwaltung Klagenfurt (IVK) bricht ein Brand aus, bei dem eine Frau ums Leben kommt. Die 32-Jährige stirbt an einer Rauchgasvergiftung. In der Wohnung der IVK - die Firma gehört der Stadt Klagenfurt - hat es keine Rauchmelder gegeben, obwohl diese bis 30. Juni montiert werden mussten.

Fünf Beschuldigte

Seitdem lässt die Staatsanwaltschaft Klagenfurt - wie berichtet - wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen ermittelt. Unter anderen gegen die IVK, die Energie Klagenfurt (sie hatte den Auftrag die Rauchmelder anzubringen) und gegen fünf Personen, darunter hochrangige Verantwortliche der Energie Klagenfurt. Für alle gilt die Unschuldsvermutung. "Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen", sagt Antoinette Tröster, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Klagenfurt. "Es sind Gutachten der Gerichtsmedizin und des Brandsachverständigen ausständig." Wann es ein Ermittlungsergebnis gibt, kann Tröster derzeit "nicht seriös" sagen.

Politische Dimension

Neben der IVK und der Energie Klagenfurt - sie sehen jeweils die andere Firma in der Verantwortung - gibt es noch eine dritte, eine politische Komponente dieser Tragödie: Im Aufsichtsrat der IVK sitzt die gesamte Stadtregierung und die damalige Magistratsdirektorin. Sie haben zwar mit dem operativen Geschäft nichts zu tun, doch nachgefragt, wie weit die Montage der insgesamt rund 5000 Rauchmelder ist, hat auch niemand. JOCHEN HABICH

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