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Landesfeier

10. Oktober bringt neue Visionen von Heimat

Landesfeier zur Volksabstimmung von 1920 mit neuen Akzenten: Schüler zeigen mit Fotos Veränderungen. Versöhnungshymne wird angestimmt.

© KLZ/Traussnig
 

Spuren von Heimat und Visionen von Heimat. Der Blick zurück und nach vorne soll die Landesfeiern zum 10. Oktober am Freitag prägen. Beide Blickwinkel und damit ein Perspektivenwechsel werden auch bildlich präsentiert. Im Landhaushof (Beginn 11 Uhr) sind die Siegerfotos zu sehen, die Schüler im Rahmen eines Wettbewerbes gemacht haben.

Landeshauptmann Peter Kaiser ist offensichtlich bemüht, den Feiern zur Volksabstimmung von 1920 einen neuen Anstrich und damit Weite zu geben. Wobei das Gedenken am Friedhof Annabichl (9.30 Uhr) traditionell und "mit Würdigung von Abwehrkampf und Abwehrkämpfern" (Kaiser) erfolgen wird. Die Bedeutung der Ereignisse von damals müsse den Menschen immer wieder ins Bewusstsein gerufen werden. "Über das Bekenntnis zu Kärnten und Österreich ein Plebiszit zu ermöglichen und damit Geschichte zu schreiben", steht für Kaiser im Mittelpunkt des Gedenkens.

Im Landhaushof kommt dann Neues hinzu: Ein Kärntnerlied wird uraufgeführt, die Versöhnungshymne "Kärnten-Koroska" intoniert. Der Kammerchor sowie der slowenisch-deutschsprachige Chor Gallus und die Militärmusik gestalten die Feiern.

Im Landhaushof sollen an der Stätte der Kärntner Einheit heuer unterschiedliche Standpunkte zu hören sein. Repräsentanten aus verschiedenen Bereichen werden sagen, wie sich Kärnten aus ihrer Sicht entwickelt hat und was sie sich für die Zukunft wünschen. Die Festredner halten diesmal keine Ansprachen, sondern werden von ORF-Mann Josef Nadrag interviewt.

Friedensregion

Wichtig sei es, nicht das Trennende darzustellen, sondern die positive geschichtliche Entwicklung, betont Kaiser. Kärnten habe sich vom ehemaligen Kriegsgebiet vor 100 Jahren zur Friedensregion Alpen Adria entwickelt, mit schmerzlichen Schritten wie dem Zweiten Weltkrieg dazwischen. Und wichtig sei es, stets zu erinnern, dass sich 70 Prozent der slowenischen Bevölkerung bei der Volksabstimmung 1920 für Kärnten, Österreich und die Demokratie entschieden haben. Das Zweisprachige bei den Feiern sei daher eine wichtige Intention. "Es soll eine Feier für alle Kärntnerinnen und Kärntner sein. Gedenken darf nie einseitig sein oder nur in eine Richtung gehen. Das darf auch nicht akzeptiert werden, selbst wenn es lange Zeit einseitig war."

Vor diesem Hintergrund begrüßt Kaiser das erste gemeinsame österreichisch-slowenische Opfergedenken, das am 9. Oktober in Völkermarkt stattfindet. Josef Feldner (Heimatdienst), Danijel Grafenauer (Laibach), Janez Stergar (Marburg) und Marjan Sturm (Zentralverband) wollen damit im Gedenken an die Volksabstimmung "ein neues Kapitel öffnen".

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