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Kärntnerin des TagesSarah Mertlitz forscht mit Herz und Seele

Die 29-jährige Moosburgerin Sarah Mertlitz hat den „José Carreras Best Paper Award“ für ihre Arbeit an der Stammzellenforschung erhalten.

Sarah Mertlitz © Privat/KK
 

Es ist eine große Ehre und ein Fortschritt für unsere Forschungsarbeiten“, erzählt Sarah Mertlitz. Die Moosburgerin ist seit 2015 in der Forschungsabteilung der renommierten Charité in Berlin tätig. Die 29-Jährige, die ihr Doktorat in diesem Jahr beenden wird, hat sich auf die Nebenwirkungen nach Stammzellentransplantationen spezialisiert. Mithilfe des mit 10.000 Euro dotierten „José Carreras Best Paper Award“ will die Kärntnerin weitere Forschungsmaßnahmen finanzieren.

Das fünfköpfige Team befindet sich zurzeit noch in der Grundlagenforschung, testet Antikörper und andere Stoffe aber schon an Mäusen. Die Ergebnisse dieser Krebsforschung sollen aber in der Zukunft auch Menschen helfen, eventuell in Form einer neuen Therapiemethode. „Ich möchte mit diesen Forschungsansätzen einfach meinen Beitrag für zukünftige Erkrankte leisten und ihnen viel Leid ersparen“, sagt Mertlitz.

Die Gruppe hat sich auf die Erforschung der Lymphgefäße spezialisiert und will die Intensität der „Spender-gegen-den-Wirt-Reaktion“ minimieren. „Werden Stammzellen initiiert, bildet der Körper aus diesen ein neues Immunsystem. Diese neuen Zellen können das eigene Gewebe des Empfängers als fremd erkennen und angreifen“, erklärt die Doktoratsstudentin. Die Hauptziele dieser Reaktion wären die Haut, Darm und Leber.

Schon mehrere Auszeichungen

Die 29-Jährige absolvierte bereits 2014 ihr Masterpraktikum der Molekularen Biotechnologie in Berlin. „Ich war schon damals begeistert von der Klinik, dann fragte mich mein Chef, ob ich mein Doktorat an der Charité machen möchte“, berichtet sie stolz. Zusätzlich zum José-Carreras-Preis erhielt sie außerdem ein Charité-Promotionsstipendium, welches ihr letztes Ausbildungsjahr fördert.

Schon in ihrer Schulzeit war Mertlitz neugierig und interessierte sich für Reaktionen und Vorgänge des Körpers. „Ich fragte mich schon im Gymnasium: Wie funktioniert das? Oder warum passiert es auf diese Art und Weise?“, erzählt die Krebsforscherin. Die Moosburgerin besuchte das Gymnasium Mössingerstraße, daraufhin entschied sie sich für ein Studium der Molekularen Biotechnologie an der Fachhochschule Wien.
In ihrer Freizeit dreht sich alles um ihren kleinen Sohn, denn die 29-Jährige ist vor einem halben Jahr Mutter geworden. „Der Kleine braucht sehr viel Pflege und Zeit, aber ich erledige trotzdem noch einiges von zu Hause aus“, berichtet die Kärntnerin lachend.

Im August oder September will sie dann wieder im Labor stehen und weiterforschen. Auch eine Hochzeit mit ihrem langjährigen Lebensgefährten steht im nächsten Jahr bevor. Nach dem Abschluss ihres Doktorats will sie weiterhin in der Forschung tätig bleiben. „Ich weiß zwar noch nicht wohin es mich verschlagen wird, aber ich freue mich auf spannende Projekte“, sagt die junge Kärntner Forscherin.

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