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Osttiroler des TagesVittorio Messini und Matthias Wurzer: Ihre Liebe gehört dem Eis

Matthias Wurzer (34) und Vittorio Messini (30) machen Eisklettern zum Festival: von 11. bis 13. Jänner in Matrei.

Vittorio Messini und Matthias Wurzer
Vittorio Messini und Matthias Wurzer © Privat/Ramona Waldner
 

"In der Natur an einem gefrorenen Wasserfall zu klettern ist im Alpinklettern sicherlich die Königsdisziplin.“ Der Kalser Bergführer Matthias Wurzer weiß, wovon er spricht: Gemeinsam mit dem gebürtigen Italiener Vittorio Messini (30) bilden sie ein extrem starkes Alpin-Duo. Und diese Leidenschaft hat auch dazu geführt, dass sie das Eiskletterfestival ins Leben riefen. Die bereits vierte Auflage geht in diesem Jahr von heute, den 11. Jänner, bis Sonntag, 13. Jänner, im Eiskletterpark Osttirol über die Bühne.

„Willkommen ist jeder!“ Das ist den beiden Profis wichtig. „Man kann die neueste Ausrüstung testen, beim Speedwettbewerb mitmachen oder im beheizten Zelt etwas essen“, sagt Wurzer. Den Eröffnungsvortrag hält am Freitag, 11. Jänner, im Matreier Tauernhaus die aus Deutschland stammende mehrfache Eiskletterweltmeisterin Ines Papert.

Idee aus den USA

Mit Papert ist auch das in Colorado, USA, gelegene Ouray verbunden: Dort schlug Papert 2005 sämtliche männliche Konkurrenz. Wurzer und Messini haben die Idee zum Park sowie zum Festival auch aus Ouray: „Wir waren im Ice-Park in Colorado. Die leben dort vom Wintertourismus, dieses Potenzial haben wir gesehen“, sagt Wurzer. Daher steht hinter dem Eispark in Matrei der Tourismusverband Osttirol, der mit der „Alpinplattform Lienz“ auch Betreiber des Eisparks ist.

Im November hat das Dichtenbach-Wasser aus 30 Düsen zu tropfen begonnen und bis kurz vor Weihnachten die schönsten Eiskletterrouten geformt. „Wir wollen dort einfach das Eisklettern der breiten Masse zugänglich machen“, sagt Messini. Der 30-jährige Kalser Bergführer, der seit 20 Jahren in Osttirol wohnt, lebt wie Wurzer für die Berge: Gemeinsam haben die beiden sogar am viel begangenen Großglockner noch eine neue Route finden können. „Südwandwächter“ heißt die zwischen Stüdlgrat und Südgrat führende Linie. Messini hat sich auch durch das Projekt „North 3“ mit Simon Gietl einen Namen gemacht: Die Nordwände von Ortler, Kleiner Zinne und Großglockner in 48 Stunden!
Ich brauche solche Herausforderungen, um als Bergführer motiviert zu bleiben. Abwechslung ist für mich wichtig. Ich will nicht nur Skitouren oder Tagestouren führen“, sagt Messini, der mit Wurzer und Toni Ponholzer Ende Februar den im südamerikanischen Patagonien gelegenen Cerro Torre anvisiert: „Die Route bleibt noch ein Geheimnis“, fügt Wurzer hinzu. „Auf dem Gipfel waren wir schon, aber schauen wir, was jetzt passiert.“ Es ist anzunehmen, dass die Bergsteiger eine neue Route planen – eine Route, die durch Eis und Schnee führt.

Eisklettern

Eisfestival. Freitag, 11. Jänner: 19.30 Uhr, Vortrag von Ines Papert und Luka Lindic im Matreier Tauernhaus. 12. und 13. Jänner: Festival im Eispark ab 9 Uhr. 20 Minuten zu Fuß vom Tauernhaus in Tauer 22, Matrei, Osttirol.
Infos. ines-papert.de, ourayicepark.com, osttirol.com.

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