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Kärntnerin des Tages

Sabine Herlitschka: Das strahlende Gesicht der Digitalisierung

Beim 4.0-Pilotraum bewegt sich Infineon-Chefin Sabine Herlitschka so souverän, wie auf dem europäischen Forschungsparkett oder privat, leidenschaftlich im Ballsaal. Sie ist Kärntens Managerin des Jahres.

Sabine Herlitschka (mit Blumenstrauß) wurde Dienstagabend zur Kärntner Managerin des Jahres gekürt
Sabine Herlitschka (mit Blumenstrauß) wurde Dienstagabend zur Kärntner Managerin des Jahres gekürt © KLZ/Traussnig
 

"Mit Technik, Naturwissenschaften und Internationalität gibt es die besten Zukunftsaussichten, nicht nur, aber besonders für Frauen“, wird Sabine Herlitschka nicht müde, Mädchen und Frauen für technische Berufe zu gewinnen. Dafür hat Infineon seit 2014 rund 20.000 Kinder, Jugendliche und Studenten in verschiedenen Projekten erreicht. Das Paradevorbild gibt sie selbst mit ihrer Karriere als Vorstandsmitglied bei Infineon Technologies Austria AG seit 2011 und als Vorstandsvorsitzende seit April 2014.

Die Chefin von ganzen Hundertschaften von Diplomingenieuren setzt dabei Akzente in der Männerwelt der Technik ebenso nachhaltig, wie mit einem weit darüber hinausgehenden persönlichen Engagement zum Beispiel für junge Flüchtlinge. Als Leadmanagerin auf dem Forschungsparkett der EU bewegt sie sich ebenso elegant, wie mit Gatten Kurt Guwak auf dem Tanzparkett der Ballsäle. Perfekt maßgeschneidert sind nicht nur die Hochleistungshalbleiter von Infineon, sondern auch Sabine Herlitschkas kühn-originelle Kleider, die sie mit Vorliebe nach eigenen Kreationen entwirft.

Sabine Herlitschka ist Managerin des Jahres

"Grenzen ausloten, wenn nötig auch überschreiten"

Was den Blick auf die Welt betrifft, kommt die ehemalige Segelfliegerin ihrem Motto nach: „Über den Tellerrand schauen, Grenzen ausloten, wenn nötig auch überschreiten.“ Das begann für sie seit Kindheit: In Pfarrkirchen in Bayern geboren, wuchs sie in Salzburg auf, studierte in Wien Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur, war Stipendiatin in Washington. Doktorat und Diplomingenieursgrad als Wirtschaftstechnikerin erwarb sie in ihrer Zeit als Forscherin bei der Immuno AG. Ihre vielfältige Laufbahn von der Vizedirektorin des BIT-Büros für Internationale Forschungs- und Technologiekooperationen sowie später als Vizerektorin für Forschungsmanagement an der MedUniGraz, sowie Bereichsleiterin der Forschungsförderungsgesellschaft gipfelte bei Infineon.

Casineum Velden: Sabine Herlitschka zur Managerin des Jahres gekürt

Infineon-Chefin Sabine Herlitschka (Mitte) vor der Gala

KLZ/Markus Traussnig

Sabine Herlitschka mit ihren Mitbewerbern Erich Dörflinger (links) und Othmar Resch.

Kleine Zeitung

Atrio-Chef Richard Oswald (links) mit Finanzreferentin Gaby Schaunig und Kleine Zeitung-Geschäftsführer Walter Walzl

KLZ/Markus Traussnig

Von links: Franz Pacher, ehemaliger Wirtschaftskammer-Präsident, Autohändler Bernhard Plasounig und Helmut Hinterleitner

KLZ/Markus Traussnig

Franz Mlinar (Mitte), Manager des Jahres 2008, im Gespräch

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Casino-Direktor Othmar Resch (Zweiter von rechts) mit Marketing Manager Hannes Markowitz (recht), Gastronomin Julischka Politzky (Mitte), Innovations-Guru Martin Maitz und Begleitung

KLZ/Markus Traussnig

Sicher ist sicher: Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß mit ihrem Stellvertreter Markus Plazer

KLZ/Markus Traussnig

Frauenpower mit Benimmtrainerin Maria Radinger (Mitte) sowie Tanja Telesklav (Zweite von rechts) und Beatrix Stornig (rechts) von "Frau in der Wirtschaft" 

KLZ/Markus Traussnig

Raiffeisen Landesbank-Vorstand Peter Gauper (links) mit Juryvorsitzendem Gottfried Haber

KLZ/Markus Traussnig

Gastgeber Gottfried Wulz vom Managementclub Kärnten mit Sylvia Gstättner, stellvertretende Präsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten

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Ehemalige Preisträger haben gut lachen: Franz Mlinar, Walter Wiedenbauer (Sto) und Merck-Geschäftsführer Klaus Raunegger (von links)

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Von links: Peter Gauper, Walter Wiedenbauer, Gottfried Wulz und Udo Puschnig

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Walter Prutej, Geschäftsführer Forum Velden, mit Markus Galli von der Kärntner Woche

KLZ/Markus Traussnig
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Moderator Adolf Winkler (Mitte, Kleine Zeitung) mit Gottfried Wulz und Gottfried Haber

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Gottfried Wulz übergibt Sabine Herlitschka die Trophäe

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Herlitschka bekommt Applaus von Peter Gauper, Gottfried Wulz, Sylvia Gstättner und Gottfried Haber

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Zur Person

Sabine Herlitschka, geb. am 1. Feber 1966 in Pfarrkirchen (D)
Studierte Biotechnologie an der Boku Wien
Karriere bei Immuno AG, BIT, Vizerektorin an der MedUni Graz
Seit 2011 im Vorstand von Infineon Austria, seit April 2014 Vorstandsvorsitzende
Privat ist sie verheiratet, tanzt und reist gerne, liest u. a. Torberg: Tante Jolesch, Mantel: Falken

Hier führt sie das verdienstvolle Wirken ihrer Vorgängerin Monika Kircher mit wichtigen Impulsen für das Unternehmen fort, das mit 3600 Mitarbeitern gerade einen Beschäftigtenhöchststand erreicht. Mit dem 2015 fertiggestellten Pilotraum Industrie 4.0 in Villach hat der Standort eine operative Führungsrolle im Konzern mit Kompetenzen für Forschung & Entwicklung, Fertigung sowie globale Geschäftsverantwortung gefestigt. 2015 erreichte Infineon Austria 1,427 Milliarden Euro Umsatz und 152,1 Millionen Ergebnis (EGT), getragen von Innovationen wie Radarchips für autonome Autos, 3D-Sensorik für Smartphones oder Steuerelektronik für E-Cars.

Managerin des Jahres: "Eine Erfolgsstory"

„Die Managementleistung nicht nur der letzten fünf Jahre sondern auch davor zeigt eine klare Erfolgsstory“, würdigte Juryvorsitzender Gottfried Haber Dienstagabend Sabine Herlitschka bei ihrer Kür zu Kärntens Managerin des Jahres. „Mit der konsequenten Ausrichtung von Infineon auf Industrie 4.0 hat sie einen Leitbetrieb noch stärker verankert und weitere Forschung und Produktion nach Kärnten gebracht“, so Haber, der die Trophäe mit Managementclub-Obmann Gottfried Wulz übergab. Herlitschka ist die erste Frau, welche den vom MC sowie den Partnern Raiffeisen, Wirtschaftskammer und Kleine Zeitung ausgelobten Titel erhält.

In Sachen Forschung kann man Herlitschka mit Fug und Recht als glühende Europäerin bezeichnen, zum Vorteil Villachs. Große, länder- und konzernübergreifende Programme von EPPL bis Semi4.0 wurden unter Federführung von Infineon Austria abgewickelt. Daneben bringt sich Herlitschka für die Bundesregierung in die Leitbetriebe-Standortstrategie ein – „sachpolitisch und parteipolitisch unabhängig“, wie sie betont. Vizekanzler Rudolf Mitterlehner berief sie in den Rat für Forschung und Technologieentwicklung.

„Never waste a serious crisis – vergeude nie eine Krise“, rät sie mit den Worten des US-Reformpräsidenten Franklin D. Roosevelt dem Land Kärnten, die gemeisterte Heta-Bedrohung als Reformanstoß zu verstehen. Zur Herausforderung der Flüchtlingsintegration leistet sie ihren persönlichen Beitrag. Ihre Feier zum 50. Geburtstag nutzte sie als Charity-Aktion, um Lehrplätze für asylberechtigte Jugendliche bei zahlreichen Unternehmen zu eröffnen. „Es ist Zeit, breit zivilgesellschaftlich darüber nachzudenken, wo jeder seinen Beitrag leisten kann.“ Sie scheut nicht, darauf hinzuweisen, dass es sich lohne, den Fokus auf qualifizierte Migranten zu richten.

Weit über Kärnten hinaus ist Herlitschka das entschlossene Antlitz der Digitalisierung, das über deren Chancen auch übers ganze Gesicht, hinter topmodischer Brille, strahlen kann.

Kommentare (2)

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tinawolf
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Alles wunderbar, Gratulation!

Nur wie hoch war die Steuerleistung?

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hallihallo123
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..

und wie viele Mitarbeiter in der Region beschätigt das Unternehmen? ;)

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