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Kärntner des Tages

Klagenfurter Designer auf der Überholspur

David Pompa Alarcón (29) aus Klagenfurt zeichnet für die Ausstattung des VIP-Bereichs beim Formel-1-Rennen in Mexico City mitverantwortlich. Er lieferte Wandfliesen und Stehleuchten.

© Studio David Pompa
 

Für David Pompa Alarcón geht ein aufregender Monat zu Ende. Der Klagenfurter Designer war nicht nur auf der "Design Week Mexico" vertreten, er durfte auch die VIP-Suiten beim morgen stattfindenden Formel 1-Rennen in Mexico City mit einrichten. Nach 23 Jahren macht der Rennzirkus erstmals wieder in der Millionen-Metropole Halt.

Die Organisatoren hatten für die Ausstattung der rund 70 VIP-Suiten klare Vorstellungen: Das Interieur soll die mexikanische Kultur widerspiegeln. Bei ihrer Suche sind sie auf Pompa gestoßen. Der 29-Jährige mit mexikanischen Wurzeln verbindet in seinen Produkten Tradition und Moderne: "Wir verarbeiten traditionelle Tonarten, mundgeblasenes Glas und geflochtene Materialien zu Designobjekten", sagt der Absolvent des Objektdesign-Kollegs in Ferlach, der neben seinem Studio in Klagenfurt auch eines in Mexiko betreibt und dort auch produziert. Pompas Produktpalette umfasst Leuchten, Möbel, Accessoires sowie Fliesen.

Bekannte Kunden

Rund 3000 Fliesen zieren die Wände der VIP-Suiten. Sie sind aus Barro Negro, schwarzem Ton, sowie aus Talavera, einer Keramikart, die in Weiß und Blau gehalten ist, gefertigt. Darüber hinaus tragen im Lounge-Bereich vor den Suiten 30 Stehleuchten die Handschrift Pompas.

Die Formel 1 reiht sich in eine Liste bekannter Kunden ein, darunter Starbucks, die Hotelketten Four Seasons und Sheraton. "Im kommenden Jahr beliefern wir erstmals ein Fünf-Sterne-Hotel in Europa mit Leuchten", sagt Pompa, der seine spärliche Freizeit gerne mit Familie und Freunden verbringt. Wohnhaft ist Pompa, wie er sagt, sechs Monate im Jahr in Klagenfurt, vier in Mexiko und die restliche Zeit ist er auf Reisen. Sein Weg soll ihn im kommenden Jahr auch zu Messen nach Mailand und London führen. Zur britischen Hauptstadt hat er eine besondere Verbindung, dort machte er an der Kensington University seinen Master of Design.

David Pompa
David Pompa mit seinem Vater auf der Rennstrecke. Mit ihm hat er dieses Projekt umgesetztFoto © David Pompa
Dass der Klagenfurter den Auftrag für die Formel 1 bekommen hat, freut ihn natürlich sehr. Folgeaufträge sind nicht ausgeschlossen, werden doch die Reichen und Schönen von den VIP-Suiten aus das Rennen verfolgen. Unter ihnen auch der mexikanische Staatspräsident Enrique Peña Nieto.

PETRA LERCHBAUMER

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