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Kärntner des Tages

Manfred Berger ist der "Sheriff" der Streif

Der 53-jährige Veldener leitet im Sommer eine Segelschule am Wörthersee, im Winter sorgt er für die Streckensicherung bei der Hahnenkamm-Abfahrt.

Berger sorgt mit 60 bis 70 Mitarbeitern für die Streckensicherheit bei der berühmtesten Abfahrt der Welt © Höfler
 

Manche geben sich als bester Freund des Rennleiters aus, andere wollen Hansi Hinterseer besonders gut kennen, russische Skifahrer haben es sogar schon mit 100-Euro-Scheinen probiert. „Zwecklos“, sagt Manfred Berger (53). Der Veldener ist seit zehn Jahren für die Pisten- und Zutrittskontrollen – sprich: Streckensicherheit – der Kitzbüheler „Streif“ zuständig. Und kennt sie alle: die Lügen, Ausreden, „G’schichterln“, mit denen Zuschauer versuchen, Streckenposten zu überzeugen, ein Schlupfloch auf die berühmteste Abfahrt der Welt zu öffnen.

60 bis 70 Mitarbeiter von Bergers Security-Firma sorgen dafür, dass die Schlupflöcher geschlossen bleiben. Ab zwei Wochen vor dem Rennen sind sie vom Morgen bis zum Abend am Hahnenkamm stationiert, gewähren zunächst nur Pistenpräparierern, später Trainern, Serviceleuten und Rennläufern Zutritt zum Raum innerhalb der roten Sicherheitsnetze. Viele der Sicherheitsleute sind Skilehrer (vor allem aus Tirol und Kärnten), die so das touristische Jännerloch überbrücken. „Wir sind ein eingespieltes Team“, sagt Berger. Auch er selbst ist staatlich geprüfter Skilehrer.

„Heimrevier“ Gerlitzen

Vor zwölf Jahren hatte der Vater von drei Buben genug vom Unterrichten, wollte die verschneiten Berge als Arbeitsplatz aber nicht aufgeben und gründete Österreichs erste Pistensecurity. Seit damals sind im „Heimrevier“ auf der Gerlitzen Bergers Mitarbeiter im Einsatz, weisen Parkplätze zu, kontrollieren Liftkarten, helfen beim Stellen flüchtiger Unfallverursacher. „Es wäre notwendig, dass es so etwas in mehr Skigebieten gibt“, ist Berger überzeugt.

Für ihn ist es aber nur eine Halbjahresbeschäftigung. Bergers Wurzeln liegen nicht am Berg, sondern am Wasser. Sein Vater gründete vor 55 Jahren am Wörthersee Österreichs erste Segelschule. Nach raschem Wachstum und anschließendem „Gesundschrumpfen“ konzentriert sich Sohn Manfred heute auf Velden als Standort: „Weil dort der Wind am Wörthersee am besten ist.“

Klaus Höfler

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