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Kärntner des Tages

Christian Troger: Mit einem Bein zum Erfolg

Der 28-jährige Christian Troger kam ohne linkes Bein zur Welt und holte nun WM-Gold im Duathlon. Sport ist sein Leben.

© KK
 

Glaubt an euch, alles ist möglich. Jeder von uns sollte Ziele haben und diese auch verfolgen. Dafür lebt man", lautet die Botschaft von Christian Troger. Der Kärntner weiß, wovon er spricht. Seine Geschichte ist erfolgreich, tragisch und berührend.

Am 8. Oktober 1983 erblickte Troger ohne linkem Bein und fehlender Hüftpfanne das Licht der Welt. Der Seebodner erwies sich als Kämpfer. Mit zwölf Monaten bekam er seine erste Prothese, eine ohne Kniegelenk. "Die Ärzte prophezeiten meinen Eltern aber, dass ich niemals werde gehen können", sagt Troger - und machte das Gegenteil wahr: "Zwei Monate später konnte ich laufen." Als Kind spielte er Tischtennis und Fußball. Später wollte er zum Bundesheer. "Leider war ich untauglich", sagt der 28-Jährige.

Trogers Sportkarriere begann vor vier Jahren. "Freunde erklärten mich für verrückt, als ich einen Halbmarathon laufen wollte. Ich habe mir gesagt, dann mache ich gleich den Ironman." Drei Jahre lang trainierte der Oberkärntner, um vor einem Jahr das Unmögliche wahr zu machen: Als erster Europäer mit einem derartigen Handicap und als Dritter weltweit bewältigte er in Klagenfurt einen Ironman.

Heute verschreibt er sich neben seinem 20-Stunden-Job bei der Bezirkshauptmannschaft Spittal dem Sport. "Ich lebe meinen Traum", sagt der Single. Ein Traum, der ihn jetzt im französischen Nancy zum Weltmeister im Para-Duathlon machte. Nach WM-Gold und WM-Silber im Triathlon und dem EM-Titel im Cross-Triathlon ist das bereits seine vierte Medaille für heuer.

Troger über sein Handicap: "Wenn ich morgen mit zwei gesunden Beinen aufwachen würde, würde ich mich wohl erst behindert fühlen. Ich wüsste nicht, was ich damit tun sollte."

Sein nächstes großes Ziel: Gold bei den Paralympics 2016.

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