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KärntenBärental: Kärntner Politspitze gedachte Jörg Haiders

Kranzniederlegung am Grab des vor zehn Jahren verstorbenen damaligen Landeshauptmannes Jörg Haider im Bärental. "Respekt und Verbundenheit über die Parteigrenzen hinweg."

LH Kaiser und Claudia Haider
LH Kaiser und Claudia Haider © APA/Gert Eggenberger
 

Ein deutliches Zeichen des Respekts setzten Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Martin Gruber gemeinsam mit Vertretern des offiziellen Kärnten an der Grabstätte des ehemaligen Landeshauptmannes Jörg Haider. Donnerstag, genau zehn Jahre nach seinem plötzlichen Unfalltod, gedachten sie im Rahmen einer offiziellen Kranzniederlegung gemeinsam mit Witwe Claudia Haider, Tochter Cornelia Haider und weiteren Angehörigen des Verstorbenen. "Es ist mir eine menschliche und moralische Verpflichtung allen ehemaligen Landeshauptleuten, unabhängig von ihrer politischen Zugehörigkeit, diese Ehre zu erweisen", so Kaiser. Vor wenigen Tagen wurde auch ein Kranz am Grab von Alt-Landeshauptmann Leopold Wagner niedergelegt, der ebenfalls vor zehn Jahren verstarb.

Auch wenn er politisch einiges anders entschieden hätte als Haider, fühle er sich dennoch in derselben Verantwortung. "Im Tod sind alle gleich - wichtig ist es aber auch im Leben, ein Verhalten und eine Sprache zu entwickeln die ein Miteinander und ein gegenseitiges in die Augenschauen ermöglichen", betonte Kaiser.

Wie schon bei der Kranzniederlegung an Wagners Grab erinnerte Kaiser auch beispielhaft an Haiders große Bemühungen, Kärnten weiterzuentwickeln. "Besonderen Weitblick bewies Haider im Errichten der Infrastruktur, speziell was Verkehrsverbindungen betraf", sagte der Landeshauptmann und erinnerte an Haiders Hartnäckigkeit in der Diskussion um den Koramltunnel. Genau wie dieses Projekt sei auch der Lakeside Park ein von Haider vorangetriebenes Vorhaben, das letztlich die Gegenwart und Zukunft unseres Landes maßgeblich prägt.

Der Witwe, Claudia Haider, versprach Kaiser, ihrem verstorbenen Mann auch künftig einen gebührenden Stellenwert in der Gedenkkultur des offiziellen Kärntens einzuräumen.

Claudia Haider dankte Kaiser "von ganzem Herzen für den Akt des Respekts", den die Regierung angesichts des Todestages ihres Mannes dem verstorbenen Landeshautpmann zollte. Vor der Kranzniederlegung lud Claudia Haider alle anwesenden Gäste in die Kapelle Neu St. Michael. Stiftspfarrer Gerhard Christoph Kalidz zelebriertedort die Messfeier.

Cornelia Haider spricht am Grab ihres Vaters Foto © APA/Gert Eggenberger

Gedenkgottesdienst im Dom

Abend fand dann im Dom zu Klagenfurt auf Einladung der Kärntner Freiheitlichen mit Landesparteichef Gernot Darmann ein Gedenkgottesdienst für Haider statt. Vor der Kirchentür war ein großes Haider-Foto aufgestellt, davor brannten Kerzen. An die 200 ehemaligen Wegbegleiter, darunter viele Mitarbeiter und Mandatsträger,  saßen in den Kirchenbänken. In der ersten Reihe Witwe Claudia Haider neben Darmann. Dompfarrer Peter Allmaier erinnerte daran, dass es zuletzt auch einen Gedenkgottesdienst  für den langjährigen Klagenfurter Bürgermeister Leopold Guggenberger (100. Geburtstag) gegeben habe bzw. auch für den ebenfalls 2008 verstorbenen ehemaligen Landeshauptmann Leopold Wagner gebetet worden sei.

Foto © Raunig

Kommentare (1)

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CuiBono
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Oh wie schön.

SO kann man sich das journalistische Leben auch richten.

Wachtelt da wer mit der Presseförderung?
Kann ja wohl nicht sein.

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