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Über Instagram16-Jähriger bot 15-Jährige für Sextreffen an

Zur Tatzeit 15-Jähriger hatte, mit dem Wissen seiner Schulkollegin, eigenen Instagram-Account für Kontaktaufnahme angelegt. Vier Monate bedingte Haft. Das Urteil ist rechtskräftig.

© APA/AFP/Kirill Kudryavtsev
 

Gedacht ist der Strafbestand eigentlich für Zuhälter, die Frauen zur Prostitution zwingen. Das Vergehen der entgeltlichen Vermittlung von Sexualkontakten mit Minderjährigen und das Verbrechen der Förderung der Prostitution und pornografischer Darbietung Minderjähriger nennt sich das im Juristendeutsch. Am Mittwoch musste sich deshalb ein 16-jähriger Lehrling aus Wolfsberg vor dem Landesgericht Klagenfurt verantworten.

Der Bursche hatte im November 2016 für eine Schulfreundin, die er schon seit dem Kindergarten kennt, ein Profil auf der Social Media Plattform Instagram angelegt. Dort wurden bezahlte Sextreffen mit der Minderjährigen im Raum Völkermarkt angeboten. Das Mädchen, das von dem Profil wusste, erhielt zahlreiche Kontaktanfragen. Offenbar wollten die beiden so ein wenig Geld dazu verdienen. Ob es dann tatsächlich zu Treffen kam, ist nicht klar. Aufgeflogen ist die Sache in diesem Sommer durch den neuen Freund des Mädchens, der mit dem Profil wohl keine Freude hatte.

Vollinhaltlich geständig

Der 16-Jährige, der zum Tatzeitpunkt 15 war, zeigte sich vollinhaltlich geständig. Richter Uwe Dumpelnik verurteilte ihn zu vier Monaten bedingter Haft mit einer Probezeit von drei Jahren. „Das soll dich davon abhalten, dass so etwas wieder passiert“, betont der Richter. Er weist auch darauf hin, dass die Strafdrohung für Jugendliche bei bis zu 2,5 Jahren Haft liegt. Sowohl der Verteidiger als auch die Staatsanwaltschaft nahmen das Urteil an. Es ist somit rechtskräftig.

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