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Feldkirchen

Junge Flüchtlinge sollen im alten AMS-Gebäude unterkommen

Früheres AMS-Gebäude in der Gurktaler Straße in Feldkirchen ist als Standort für 20 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Gespräch. Bügerversammlung geplant.

Das alte AMS-Gebäude in der Gurktaler Straße soll umgebaut werden © Schusser
 

Eine Einrichtung mit 60 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen betreiben die Kinderfreunde Kärnten bereits in Görtschach. Im September wird in Greifenburg für 20 Flüchtlinge eine solche Einrichtung eröffnet. Nun ist auch Feldkirchen als Standort im Gespräch – genauer das alte AMS-Gebäude in der Gurktaler Straße. „Das ist einmal die Projektidee. Es müssen aber noch einige Gespräche geführt werden“, sagt Reinhold Eckhardt, Geschäftsführer der Kinderfreunde Kärnten. Prinzipiell laufe es so ab, dass es zuerst mehrere Gespräche mit Eigentümern und der Gemeinde gibt und es dann zu einer Bürgerversammlung kommt.

„Da es sich um betreute minderjährige Flüchtlinge handelt, stehen wir vonseiten der Stadt dem Projekt positiv gegenüber.“ 

Martin Treffner, Bürgermeister

„In Greifenburg, wo wir heuer einen Standort eröffnen werden, ist das alles konfliktfrei und positiv verlaufen. Wir haben alles genau erklärt und offen darüber informiert. Alle Parteien haben sich dafür ausgesprochen und einige haben sogar angeboten, ehrenamtlich mitarbeiten zu wollen. So würde ich mir das auch in Feldkirchen vorstellen“, sagt Eckhardt. So wie in Greifenburg würden auch am Standort in Feldkirchen 20 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge unterkommen. „Solche Einrichtungen sind ein großer Beitrag für das soziale Zusammenleben in Kärnten“, sagt Eckhardt.

Umbau nötig

Damit die Kinderfreunde den Feldkirchner Standort betreiben können, wäre allerdings ein Umbau des alten AMS-Gebäudes zu einzelnen Kleinwohnungen notwendig. Diesen müsste laut Eckhardt der Eigentümer, die Haselsteiner Familien-Privatstiftung, übernehmen. Diese überlegt eventuell auch einen Verkauf.

Wann das Projekt realisiert wird, steht noch nicht fest. Laut Bürgermeister Martin Treffner kämen derzeit neben den Kinderfreunden auch noch andere Betreiber in Frage. „Da es sich um betreute minderjährige Flüchtlinge handelt, stehen wir vonseiten der Stadt dem Projekt positiv gegenüber“, sagt Treffner.

DATEN UND FAKTEN

Unterbringung. Derzeit sind in der Stadtgemeinde Feldkirchen rund 30 Asylwerber untergebracht
Quote. Die vom Bund vorgegebene Quote von 1,5 Prozent (Asylplätze auf die Zahl der Einwohner) erfüllt die Stadt damit nicht

LISA HOLZFEIND

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