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Liebenfels

Tragödie auf Bauernhof: Landwirt ertrank nach Sturz in Jauchengrube

Tragödie auf einem Bauernhof in der Gemeinde Liebenfels. Bei Arbeiten im Wirtschaftsgebäude brach ein 77-jähriger Landwirt durch die rostige Abdeckung der Jauchengrube und ertrank in der Gülle.

Vor der Leiter befindet sich die Öffnung zur Güllegrube, in die der Bauer stürzte
Vor der Leiter befindet sich die Öffnung zur Güllegrube, in die der Bauer stürzte © ORF/Kärnten heute
 

"Eine Tragödie". So fasst Ernst Moser, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Liebenfels Geschehnisse auf einem Bauernhof in der kleinen Ortschaft Freundsam zusammen. Mittwochfrüh ging dort ein 77-jähriger Landwirt - wie jeden Tag - in den Stall, um das Vieh zu versorgen. Anschließend ging er ins Wirtschaftsgebäude, um weitere Arbeiten zu verrichten. Dabei dürfte er auf die Metallabdeckung der Jauchengrube gestiegen sein. Die bereits stark angerostete Platte gab nach, der Bauer stürzte in die Gülle.

Gegen 9 Uhr verbreitete sich in Liebenfels die Kunde, der 77-Jährige sei abgängig. Angehörige und Nachbarn seien in Sorge und würden intensiv nach ihm suchen. "Wir haben uns auf eine große Suchaktion eingestellt", sagt Feuerwehrmann Ernst Moser.

Als kurz vor 13 Uhr die Sirenen heulten, glaubte der stellvertretende Kommandant, jetzt sei es soweit. "Im Einsatzfahrzeug hörten wir über Funk noch während der Anfahrt zum Hof, dass der Bauer gefunden worden sei und in der Jauchengrube liege", so Moser. Am Unfallort eingetroffen, begannen acht Männer der FF Liebenfels und zehn der FF Sörg sofort mit Bergemaßnahmen, die schnell abgeschlossen werden konnten. Für den 77-Jährigen kam aber jede Hilfe zu spät. Der Flugrettungsarzt des Notarzthubschraubers Christophorus 11 konnte nur mehr den Tod feststellen. Die Angehörigen des Verunglückten werden von einem Kriseninterventionsteam betreut.