AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Wegwerfgesellschaft

65.000 Tonnen Lebensmittel landen auf dem Müll

178 Tonnen Lebensmittel landen in Kärnten täglich auf dem Müll: Vereine wie „Soma“ oder „Share“ retten mit ihren Initiativen jährlich zumindest 900 Tonnen Lebensmittel.

Jeden Tag landen Lebensmittel auf dem Müll
Jeden Tag landen Lebensmittel auf dem Müll © (c) highwaystarz - Fotolia (HighwayStarz)
 

Eine Million Tonnen Lebensmittel werden in Österreich jährlich weggeworfen: In der Gastronomie, im Lebensmittelhandel, von den Produzenten wie den Konsumenten. In Kärnten ist es nicht anders: Bezogen auf den Bevölkerungsanteil landen in Kärnten jährlich 65.000 Tonnen auf dem Müll.

900 Tonnen gerettet

Den einzigen wirklichen Gegenpart stellen hierzulande Initiativen wie „Share“, „Team Österreich Tafel“ oder „Sozialmärkte Kärnten“ (Soma) dar, die pro Jahr knapp 900 Tonnen vor dem Müll retten – nicht einmal zwei Prozent. Diese Vereine holen Lebensmittel von Supermärkten oder Produzenten ab, die sonst weggeworfen werden würden. Allein die Sozialmärkte retten in Kärnten 360 Tonnen Lebensmittel. „Den bewussten Umgang mit Produkten des täglichen Bedarfs, den müsste man wach rütteln“, sagt Liselotte Suette, Geschäftsführerin von „Soma“. Bei Soma sind sozial bedürftige Menschen einkaufsberechtigt. „Wir sind ein Spiegelbild der Gesellschaft, wir sehen wie es um die Alters- oder Jugendarmut bestellt ist“, sagt Suette. Die Vereine „Share“, „Tafel Süd“ und „Vinzi-Gemeinschaft“ machen jetzt mit der Caritas gemeinsame Sache. Seit knapp drei Monaten hat die Essensausgabe „Lea“ in Klagenfurt geöffnet: Dort wird Essen kostenfrei und ohne Registrierung ausgegeben. In Kärnten leben immerhin 100.000 Menschen an der Schwelle zur Armut, das ist knapp ein Fünftel der Bevölkerung.

Bewusstseinsbildung

Beim Verein „Together“, der mittlerweile fünf „Together Points“ eröffnet hat und sechs „Foodsharing Points“ in Kärnten unterstützt, steht das Bewusstmachen der Wegwerf- und Überfluss-Gesellschaft im Vordergrund. „Bei uns werden Lebensmittel ausgegeben, egal ob man Sozialhilfeempfänger oder Millionär ist“, sagt Obfrau Julia Petschnig. Man geht in die Geschäfte und nimmt sich mit, was man braucht: gratis! „Uns geht es auch darum, dass man seine eigenen Ideen und Initiativen einbringt. Entweder man spendet oder arbeitet mit“, erklärt Petschnig die Gegenleistung. „Lebensmittel werden immer weggeworfen werden, wenn es eine Massenproduktion gibt“, sagt Oliver Hönigsberger, Gemeinderat der Grünen in Ossiach und Gründer dreier Kost-Nix-Läden in Kärnten. Sein Entwurf für ein Anti-Wegwerf-Gesetz, das in den Nationalrat eingebracht worden ist, wurde gerade erst im Umweltausschuss behandelt, jedoch vertagt. Auf Initiative des „Team Kärnten“ verabschiedete auch der Kärntner Landtag einen Antrag, damit der Verschwendung von Lebensmitteln Einhalt geboten werde – auch bei Konsumenten. Landtagsabgeordneter Martin Rutter (Team Stronach) hat den Plan, dass das Land als Moderator zwischen Produzent und Vereinen wie „Share“ oder „Together“ auftreten soll.

Abfallanalyse

In der Gastronomie, wo täglich Unmengen an Lebensmitteln weggeworfen werden, gibt es von Seiten der Wirtschaftskammer jedoch keine Ansätze. Der Warenwert der weggeworfenen Lebensmittel in Österreich beträgt 380.000 Millionen Euro. Die Initiative „United Against Waste“ setzt genau da an und bietet sogar ein Online-Tool zur Abfallanalyse an. Vermeiden kann man Abfälle, wenn man die Größe von Standardportionen überprüft, die Überproduktion minimiert, Zubereitungsreste verwertet oder das Lager täglich checkt.

Kommentare (8)

Kommentieren
9qqu5bwthdqierj1jruyyjn403l0wiqc
0
0
Lesenswert?

Test

tEst

Antworten
chimmelb
0
1
Lesenswert?

Jeder kann die Müllmenge reduzieren

Statt zu jammern kann jeder mithelfen die Unmengen an weg geworfenen Lebensmitteln zu reduzieren und spart noch Geld dabei und kann anderen helfen.

Auf der Internetseite von foodsharing kann jeder sich als Foodsaver anmelden und wer mehr Zeit und Lust hat, auch als Foodsharer aktiv werden.

Antworten
Momi60
1
2
Lesenswert?

Ich werfe nie etwas weg, es sei denn es ist beim Kauf verunreinigt. Wenn man dann - der Staat - irgendwie mit Teuerungen durchgreift, trifft es wieder nicht die "Wegwerfer" sondern die ärmeren Menschen, die rundum sparen müssen. Ja und leider gibt es immer mehr "Solche u. Solche" . Man nennt es ohnehin mit Namen :"Wegwerfgesellschaft"

Antworten
6fsm643mcnttn6w6zhvgrnddtxckd7gs
0
5
Lesenswert?

nojo...

der Gewinn muss maximiert werden, die Wirtschaft muss wachsen.... soisesholt...

Alternativen: Permakultur, regionale Direktvermarkter, urbane Gärten, Arche Noah ... uswusf.

Immer mehr Menschen steigen aus diesem System aus... und es ist gut so.

Antworten
n4a89pbtnb3yzh97owry84apnvne15zi
0
15
Lesenswert?

1 Paprika kostet 1,10€
3 Paprika kosten 1,25€
Kauf man halt die 3 stück und wirft 2 weg
weil diese bis zum verbrauch faulen.

Antworten
schulabteilung
0
0
Lesenswert?

Kann man aber auch einfrieren und für Suppen und Saucen brauchen

Antworten
kecksi
1
13
Lesenswert?

Nicht nur

in Kärnten!! Auf der ganzen Welt gibt es aus Gier eine Überproduktion!!! Schuld ist der Konsument, der immer auf's neueste Brot z.B. greift, weil er glaubt,vom Fitnesslaib wird er fit !! Lächerlich!!!300 verschiedene Brotsorten in Österreich-diese Unmenge entsteht durch diverse Mischverhältnisse von Getreide,Backformen,Körner usw.

Antworten
Momi60
0
1
Lesenswert?

In Wirklichkeit ist oft kaum oder garkein Unterschied, nur die Oberseite anders "bekleckert" und Namensgebung...

Antworten