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Budget unter der Lupe Dafür gibt die Stadt Feldkirchen 31 Millionen Euro aus

Wie hoch sind die Fixkosten der Stadt? Was leistet man sich freiwillig. Und welche sind die größten Brocken im Voranschlag für 2019? Das Feldkirchner Budget unter der Lupe.

© Helmuth Weichselbraun
 

Mehr als 30 Millionen Euro hat die Stadtgemeinde Feldkirchen im Budget des ordentlichen Haushaltes zu Verfügung – zumindest am Papier. Denn ein großer Teil davon, und zwar mehr als 90 Prozent, sind sozusagen Fixkosten (siehe Interview links). Wo aber geht das Geld hin? Wir haben das Budget in die einzelnen Posten aufgeschlüsselt.

Transferzahlungen. Dieser Fixbetrag bildet den größten Teil des Budgets. Dieses Geld fließt unter anderem in die Kärntner Krankenanstalten oder Sozialleistungen.

Gebührenhaushalte. Die 6,3 Millionen Euro fließen hauptsächlich in den Betrieb, die Wartung und die Erneuerung des Wasser- und Kanalnetzes (inklusive Personalkosten) sowie in die Müllentsorgung.

Foto © Grafik: Kleine Zeitung

Zentralamt. 3,6 Millionen Euro wendet die Stadt für den laufenden Betrieb im Rathaus auf – Verwaltungs- und Personalkosten inklusive.

Allgemeinbildender Unterricht. Dieser Betrag fließt in die Erhaltung und Betrieb der Feldkirchner Volksschulen und NMS. Enthalten sind auch Personalkosten wie Reinigungskräfte oder Schulwarte (nicht Lehrpersonal).

Straßen. Schneeräumung, Mäharbeiten und vor allem Sanierungen des Straßennetzes schlagen sich heuer mit 2,4 Millionen zu Buche.

Wirtschaftshof. Diese sechs Prozent setzen sich aus Personalkosten, Instandhaltung des Wirtschaftshofes sowie Betrieb und Wartung der Fahrzeuge zusammen.

Kindergärten und Horte. Dieser Betrag setzt sich aus Personalkosten, Erhaltung der Einrichtungen, Zuschüsse an private Betreiber und Abgangsdeckungen zusammen.

Fachhochschule. 500.000 Euro zahlt die Stadt für den laufenden Betrieb, 300.000 Euro beträgt die Rückzahlung an die stadteigene Infrastrukturgesellschaft (FIG).

Kultur und Musikschule. Drei Prozent des Budgets kommen der Musikschule, dem kultur-fourm-amthof sowie kulturellen Einrichtungen in den Ortschaften wie Kultursälen oder Dorfgemeinschaftshäusern zugute.

Sportanlagen. In diesem Betrag stecken der Erhalt und Betrieb von Sportstätten sowie Subventionen in Sportvereine.

Wirtschaftspolitische Maßnahmen. Mit diesem Posten werden unter anderem die Einkaufsnächte sowie andere Veranstaltungen in der Stadt finanziert. Ebenso enthalten sind Subventionen bei zusätzlichen Arbeitsplätzen.

Fremdenverkehr. Mit diesem Betrag wird das Tourismusbüro in der Stadt betrieben – inklusive Personal – sowie Werbeaktionen wie Folder oder Messeauftritte finanziert.

Feuerwehrwesen. Rund ein Prozent des Budgets wird für die Wehren aufgewendet. Der Betrag ist deshalb eher gering, weil heuer – bis auf kleinere Anschaffungen – keine größeren Investitionen ins Haus stehen.

 

Interview

„Wir müssen mit dem Sparstift hart arbeiten“

Vizebürgermeister, Finanzreferent Karl Lang über
die Herausforderungen des Budgets und „Fixkosten“.

Mit einigen Mühen ist es gelungen, ein ausgeglichenes Budget für das heurige Jahr zu erstellen. Wo liegen die Herausforderungen?
Karl Lang: Vor allem, dass man hart mit dem Sparstift arbeiten muss. Man muss alles rausnehmen, was irgendwie möglich ist und hoffen, dass die Einnahmen ein wenig höher sein werden, als angenommen und man so das eine oder andere noch im Nachtragsvoranschlag unterbringen kann. Aber es gibt kaum mehr Spielräume. Man kann wenig aktiv gestalten, sondern nur mehr verwalten.

Feldkirchen hat ein Budget von rund 31 Millionen Euro, ein Großteil davon sind jedoch „Fixkosten“. Über wie viel kann man im Endeffekt frei verfügen?
Karl Lang: Der Anteil der freiwilligen Leistungen ist mit wenigen Prozent verschwindend gering.

Was leistet sich Feldkirchen in diesem Sinne freiwillig?
Karl Lang: Beispielsweise Investitionen in Wirtschaft, Sport oder Kultur. Wobei wir bei Sportanlagen und Kulturstätten vielfach von laufenden Kosten reden, die man nicht einsparen kann.

Den Ausgaben von 31 Millionen Euro stehen auch Einnahmen in selber Höhe gegenüber. Welche sind die größten Einnahmequellen?
Karl Lang: Der größte Brocken bei den Einnahmen sind die Ertragsanteile des Bundes mit 13,3 Millionen. Der zweitgrößte Posten sind die gemeindeeigenen Einnahmen von fünf Millionen. Dazu zählt unter anderem die Kommunalsteuer.

Wie schaut der mittelfristige Finanzplan aus? Ist eine Lockerung der Lage in Sicht?
Karl Lang: Nein, im Gegenteil. Wenn die Prognosen eintreten, dann haben wir ein massives Problem. Wenn es so weitergeht, haben wir einen jährlichen Abgang von bis zu einer Million Euro. Ich hoffe aber, dass sich von Landesseite etwas ändert, wie etwa die Einzahlungen in den Pensionsfonds. Aber dieses Problem betrifft auch viele andere Gemeinden.

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