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FeldkirchenKameraden haben Respekt vor neuem Belastungstest

2019 wird der neue Leistungstest für Atemschutzträger in Kärnten eingeführt. Er war auch Thema beim Bezirksfeuerwehrtag in Glanegg.

© KK/Landesfeuerwehrverband
 

Sieben Übungen innerhalb von 35 Minuten. Klingt machbar, stellt die Atemschutzträger der 399 Freiwilligen Feuerwehren in Kärnten aber vor eine körperliche Herausforderung, die sie ab 2019 jährlich bewältigen müssen. Und das in voller Montur samt Druckluftflasche auf dem Rücken und Maske auf dem Gesicht. „Das geht sich aus. Wenn jemand trainiert ist, schafft er es in 25 Minuten, auch Damentrupps“, weiß Ewald Kribitz, zuständig für Atem- und Körperschutz beim Landesfeuerwehrverband. Er informierte die Feldkirchner Kameraden beim Bezirksfeuerwehrtag, gestern, Freitag, im Kultursaal in Glanegg – er findet alle zwei Jahre statt – über die Vorteile des verpflichtenden Leistungstests, ausgearbeitet von den Feuerwehrärzten des Bundesfeuerwehrverbandes. „Ein Atemschutzeinsatz ist kraftanstrengend. Neben der ärztlichen Untersuchung zeigt der Parcours die körperliche Leistungsfähigkeit, der Kommandant weiß, was er seinen Atemschutzträgern zumuten kann“, sagt Kribitz.

In voller Montur steht auch das Stiegensteigen auf dem Programm (90 Stufen) Foto © KK/Landesfeuerwehrverband

Zahlen

35 Minuten. Innerhalb dieser Zeit muss der standardisierte Atemschutztest ab 2019 von jedem Atemschutzträger bei der Feuerwehr einmal jährlich durchgeführt werden.

Sieben Übungen. 200 Meter gehen, 100 Meter mit 2 B-Schläuchen (2x), Stiegensteigen (90 Stufen), 100 Meter gehen mit zwei Kanister (20 kg). Hindernisse übersteigen, unterkriechen, C-Schlauch aufrollen.

Rund 5000 Atemschutzträger gibt es in Kärnten, 360 im Bezirk Feldkirchen. „Jetzt wissen wir, wo die Reise hingeht“, sagt Bezirksfeuerwehrkommandant Ludwig Konrad. Zu 1031 Einsätzen mussten die Feuerwehren in Feldkirchen 2017 ausrücken.
„Wir haben vorwiegend technische Einsätze. Vom Unwetter sind wir bis zum jetzigen Zeitpunkt glücklicherweise verschont geblieben. Das Wichtigste ist, dass wir alle gesund heimkehren. Dafür ist eine gute Ausbildung wesentlich“, sagt Konrad, der den starken Zusammenhalt innerhalb der Kameraden lobend hervorhebt. Und der auch bei Einsätzen spürbar wird. „Es gibt immer wieder Einsätze, die auch erfahrene Kameraden schwer verarbeiten. Einer der tragischen im heurigen Jahr war jener, bei dem ein 19-Jähriger bei einem Autounfall verbrannte“, sagt Konrad.

pistentaugliches Feuerwehrauto turrach
Am 9. Dezember wird das neue Einsatzfahrzeug, das pistentauglich ist, auf der Turrach in Betrieb genommen Foto © Schusser

Von den 1382 Feuerwehrleuten im Bezirk sind 945 aktiv, davon 34 Frauen. Der Bezirk gliedert sich in zwei Abschnitte, in Feldkirchen Ossiacher-See mit 14 Feuerwehren und das Obere Gurktal mit sieben Feuerwehren. Insgesamt gibt es acht Jugendfeuerwehrgruppen.
Noch heuer steht den Kameraden Ereignisreiches bevor. Am 9. Dezember wird nämlich das in Kärnten einzigartige pistentaugliche Sonderfahrzeug, gebaut von der Feldkirchner Firma Nusser, für die Turracher Höhe präsentiert. 2020 soll auch die Drehleiter der Stadtfeuerwehr – sie wird im nächsten Jahr 150 Jahre alt – ausgetauscht werden. Die Finanzierung seitens des Verbandes sei gegeben.

Auszeichnungen vom Kärntner Landesfeuerwehrverband

Ehrenzeichen in Bronze. Hartwig Hainzer, Riebert Zwatz, Karl Heinz Stadtmann, Andreas Rössler, Franz Thaler, Johannes Uhr, Helmut Josef Gratzl, Michael Burger.

Ehrenzeichen in Silber. Franz Albl,
Heinz Zeppitz.

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