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FeldkirchenGlaserei Laggner feiert Jubiläum mit 110 Jahren Durchblick

Feldkirchner Glaserei Laggner wurde am 17. Oktober 1908 gegründet. Ein Blick auf die Anfänge mit „Rückenkraxe“ und Motorrad und wie sich der Betrieb entwickelt hat.

Die Glaserei Laggner im Jahr 1930 © KK/Privat
 

Sehr viele Traditionsbetriebe mit so einer langen Geschichte gibt es nicht in der Region. Die Glaserei Laggner in Feldkirchen kann aber am 17. Oktober einen besonderen runden Geburtstag feiern. „Dass es uns schon seit 110 Jahren gibt, verdanken wir unseren treuen Kunden. Nachhaltige Kundenzufriedenheit ist unser größtes Anliegen“, sagt Martin Laggner, der am 1. Juli 1987 den Betrieb, welcher von 1958 bis 1998 auf dem Hauptplatz beheimatet war, von seinen Eltern Brigitta und Anton Laggner übernahm. Gegründet wurde die Glaserei Laggner am 17. Oktober 1908 von Anton Laggner I., dem Großonkel des heutigen Betriebsinhabers.

Seit 1998 ist das Betriebsgebäude in der Himmelbergerstraße der Firmensitz. Auf über 1100 Quadratmetern findet sich genug Platz für Ausstellungs- und Verkaufsräume, Büros, Bilderrahmenwerkstätte, Glasschleiferei sowie eine Lagerhalle. Zum 100. Geburtstag würdigte die Stadt Feldkirchen das Wirken der Unternehmervorfahren mit der Benennung des Seitenarmes der Bahnhofstraße in „Anton-Laggner-Gasse“.

Feldkirchen: Historischer Rückblick Glaserei Laggner

KK/Privat
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Was die tägliche Arbeit betrifft, hat sich in den vergangenen 110 Jahres einiges geändert. „Mein Großonkel startete in den ‚goldenen‘ Jahren der Habsburgermonarchie. Das Handwerk bestand damals vor allem aus dem Zuschneiden und Einsetzen von Glasscheiben, die maximal ein mal ein Meter groß waren“, sagt Martin Laggner. Sein Vater Anton Laggner war in der Nachkriegszeit mit dem Motorrad und einer „Rückenkraxe“ unterwegs, um Gläser auszuliefern und einzubauen.

Der Bauboom der 1960er brachte einen großen Bedarf an Fenstergläsern, speziell im Herbst, wenn die Rohbauten fertig wurden. Mit dem vermehrten Einsatz von Isolierglas seit den 1970er Jahren änderten sich die Anforderungen an einen Glaser. Da die Elemente nicht mehr im Betrieb zugeschnitten werden konnten, mussten sie möglichst schnell maßgenau bestellt werden, was mit den damaligen Kommunikationsmitteln nicht einfach war. Für Glasermeister Martin Laggner und sein Team besteht heute die Hauptaufgabe darin, Glasprodukte zu finden, die den Kundenwünschen in Bezug auf Sicherheit, Optik, Wärmedämmung und Sonnenschutzwirkung entsprechen. Die Gläser werden vor Ort millimetergenau gemessen, anschließend bei der Glasindustrie bestellt und nach deren Lieferung schnellstmöglich eingebaut.

Der Unternehmer, dessen Frau Ingrid und Tochter Franziska auch im Betrieb beschäftigt sind, beschreibt die heutigen Herausforderungen so: „Die Scheiben werden immer größer und damit auch schwerer. Mit Hilfe unseres Montagekrans haben wir schon drei mal fünf Meter große Glaselemente eingebaut, das war vor 110 Jahren noch unvorstellbar.“

Seit mehr als 20 Jahren ist Martin Laggner auch als Gerichtsgutachter in Sachen Glas tätig. „Es passiert leider immer häufiger, dass ungeeignetes Material verwendet wird oder beim Einbauen schlampig gearbeitet wird.“ Damit in seinem Betrieb Kundenaufträge professionell erledigt werden, setzt er auf Qualifikation: „Alle im Betrieb Tätigen haben eine abgeschlossene Glaserausbildung.“

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